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Niedersachsen Missbrauch in Lügde: Landrat muss vor Sozialausschuss aussagen
Nachrichten Politik Niedersachsen Missbrauch in Lügde: Landrat muss vor Sozialausschuss aussagen
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11:56 20.03.2019
Tjark Bartels (SPD), Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hameln

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde wächst der Druck auf Hamelns Landrat Tjark Bartels. Der SPD-Politiker werde am Donnerstag vom Sozialausschuss des niedersächsischen Landtags befragt, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Mittwoch in Hannover. Bartels hatte am Dienstag eingeräumt, dass das Jugendamt Hameln trotz mehrfacher Hinweise auf Pädophilie einen heute 56-Jährigen als Pflegevater für ein kleines Mädchen eingesetzt hatte.

Bereits 2016 Hinweise auf Pädophilie

Bereits 2016 hatten demnach eine Jobcenter-Mitarbeiterin, ein anderer Vater sowie eine Kindergarten-Psychologin einen entsprechenden Verdacht geäußert. Diese Hinweise seien auch in den Akten vermerkt. In der Vergangenheit hatte der Landrat immer nur von Hinweisen auf die vermüllten Wohnverhältnisse gesprochen.

Der arbeitslose Dauercamper soll gemeinsam mit einem Komplizen über Jahre hinweg Kinder missbraucht und dabei gefilmt haben. Sein Pflegekind setzte er ein, um andere Opfer anzulocken. Anfang 2017 hatte der Mann auf Wunsch der im Kreis Hameln lebenden Mutter die Pflegschaft für das Mädchen erhalten, das schon länger bei ihm lebte.

Weiterlesen: Missbrauch in Lügde: Jugendamt holte fünf weitere Kinder aus ihren Familien

Von RND/dpa

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