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Niedersachsen Leichter Zuwachs bei Grünen
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17:25 21.11.2019
Für die Grünen ein Hoffnungsträger: Belit Onay, neu gewählter Oberbürgermeister der Stadt Hannover. Einen Onay-Effekt bei der Mitgliederentwicklung gibt es aber noch nicht. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Niedersachsens Grüne haben in diesem Jahr kräftig an Mitgliedern zugelegt und erreichen bald die 9000er-Marke. „Wir haben derzeit 8980 Mitglieder, das kann sich aber bis zum Jahresende noch ändern, weil es etwas Zeit braucht, bis Eintritte beim Landesverband registriert werden“, sagt Landesgeschäftsführer Josef Voß. Eine Eintrittswelle von Migranten nach der Wahl des Grünen Belit Onays zum neuen hannoverschen Oberbürgermeister könne er aber nicht bestätigen: „Schon deshalb nicht, weil wir Migranten nicht besonders erfassen.“

Eine leichte Eintrittswelle gebe es seit den Europawahlen im Mai dieses Jahres, berichtet Voß. So habe zum Jahresende 2018 die Mitgliederzahl noch bei 7516 gelegen – in den Jahren davor bewegte sie sich zwischen 6235 (2015) und 6888 (2017). Der Altersschnitt bei den Grünen liegt bei 49,6 Jahren.

SPD rangiert knapp hinter CDU

An die – immer noch – großen Volksparteien in Niedersachsen kommen die Grünen allerdings noch längst nicht heran. So verzeichnet die CDU Niedersachsens nach Auskunft von Sprecher Ralph Makolla derzeit 57.103 Mitglieder. Zum Ende des vergangenen Jahres waren es noch 58.464. Die SPD liegt derzeit mit 55.026 Mitgliedern knapp hinter der CDU. Zum Ende des Jahres 2018 waren es 56.697. „Wir haben Eintritte und Austritte, aber noch mehr Todesfälle“, sagt SPD-Landesgeschäftsführer Remmer Hein zur Mitgliederentwicklung. Die niedersächsischen Liberalen haben nach Auskunft von Geschäftsführer Jürgen Stindt derzeit 6035 Mitglieder, davon 1100 in der Region Hannover.

Sonntagsfrage: Grüne würden in Niedersachsen 25 Prozent holen

In einer repräsentativen Landtagswahlumfrage des Onlineinstituts Civey liegen die Grünen mit 25 Prozent knapp vor den Regierungsparteien CDU (24,5 Prozent) und SPD (23,1 Prozent). Die AfD könnte sich demnach auf 11,6 Prozent verbessern, die FDP läge mit 6,7 Prozent leicht unter ihrem Wahlergebnis von 2017. Die Linke würde den Einzug in den Landtag mit 4,4 Prozent erneut knapp verpassen. Bei den Wahlen 2017 erhielt die SPD mit 36,9 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von CDU (33,6 Prozent), Grünen (8,7 Prozent), FDP (7,5 Prozent) und AfD (6,2 Prozent).

Die nächste Landtagswahl findet voraussichtlich 2022 statt. Für die Auswertung der Umfrage wurden mehr als 3000 Stimmabgaben aus den vergangenen vier Wochen berücksichtigt. Das Umfrageergebnis basiert auf einer Onlinebefragung, aus der das Institut Civey für die repräsentative Auswertung nur die Stimmen registrierter Internetnutzer zählt, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Fehlerspanne wird mit 2,8 Prozent angegeben.

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