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Niedersachsen Neuer Moscheeverband wird begrüßt
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17:06 28.01.2019
Avni Altiner (5.v.r.) und die Spitze des neuen Moscheeverbandes. Quelle: hilbig
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Hannover

Die Gründung eines neuen, von der Türkei unabhängigen Islamverbandes in Hannover wird vom vielen Fraktionen des Landtages begrüßt. „Es ist gut, wenn sich die Vielfalt der Gläubigen auch in den Organisationen der Muslime widerspiegelt“, erklärte die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Doris Schröder-Köpf (SPD). Besonders erfreulich sei es, dass der neue Verband es als seine Pflicht ansehe, für alle Ethnien offen und politisch unabhängig zu sein. Auch CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer sowie sein Vize Jörg Hillmer begrüßten die Neugründung unter Avni Altiner, dem ehemaligen Vorsitzenden des Moscheeverbandes Schura, sehr. Hillmer wies auf die wichtige Islamwissenschaftler-Ausbildung in Osnabrück hin, für die man kompetente Ansprechpartner brauche. Toepffer sagte, man werde genau hinschauen, „wie sich das zarte Pflänzchen der Selbstorganisation der niedersächsischen Muslime entwickelt“.

Gefängnisseelsorger gesucht

Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) sucht unterdessen das Gespräch mit dem türkisch orientierten Ditib-Verband, dessen Imame sie nicht in Haftanstalten schicken will. Nach Schätzungen des Justizministeriums sind unter den derzeit 4685 in Gefängnissen einsitzenden Menschen etwa 1000 Muslime. Drei von der Türkei geschickte Imame sollen nicht mehr als Gefängnisseelsorger tätig werden. Dies begrüßten FDP-Fraktionschef Stefan Birkner wie auch Jens Ahrends von der AfD. Birkner bezeichnete das Verhalten der Landesregierung gegenüber der Ditib aber als „merkwürdig und inkonsequent“, weil sie in vielen anderen Bereichen weiter mit dem Moscheeverband zusammenarbeite.

Von Michael B. Berger

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