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Niedersachsen Minister Tonne: Stündlich werden neue Lehrer eingestellt
Nachrichten Politik Niedersachsen Minister Tonne: Stündlich werden neue Lehrer eingestellt
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00:23 23.06.2019
Grant Hendrik Tonne (SPD), Kultusminister von Niedersachsen, will die Unterrichtsversorgung steigern. Quelle: Christophe Gateau/dpa
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Hannover

Das Land Niedersachsen stellt nahezu stündlich neue Lehrer ein. Das machte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) im Landtag deutlich, als es um das Thema Unterrichtsversorgung ging. Das Land habe in den beiden zurückliegenden Einstellungsverfahren in den Jahren 2018 und 2019 deutlich mehr Lehrkräfte eingestellt, als durch Pensionierungen ausgeschieden seien. „Mit über 68.500 Lehrkräften an den allgemeinbildenden Schulen haben wir einen neuen Höchststand erreicht“, meinte Tonne.

Unterrichtsversorgung liegt laut Kultusminister Tonne bei 99,4 Prozent

Die Unterrichtsversorgung im Schuljahr 2018/2019 bezifferte Tonne mit durchschnittlich 99,4 Prozent. Das sei eine deutlich positive Entwicklung, dennoch sei die Lage an den Schulen im Lande höchst unterschiedlich. Vor allem im Haupt- und Realschulbereich sowie bei den Förderschulen fehlen Lehrer, Tonne sprach von „erheblichen Herausforderungen“.

Weiter Abordnungen von Gymnasiallehrern

So wird die umstrittene Praxis der Abordnungen von Gymnasiallehrern an andere Schulformen weiter fortgesetzt. Der FDP-Abgeordnete Björn Försterling fragte, in welchem Umfang dies geschehe. „Für die Beantwortung dieser Frage gibt es derzeit keine seriöse Grundlage, weil die Bewerbungsverfahren zu dynamisch und nicht abgeschlossen sind“, sagte Tonne. So seien mit Stand Donnerstag, 9 Uhr, bereits 1109 von 1934 Stellen für das kommende Schuljahr besetzt – „um 11 Uhr waren es schon etliche mehr“, sagte Tonne. Erst mit Abschluss der Verfahren werde man sagen können, wie viele Abordnungen nötig seien.

Nach Angaben Tonnes werden bis zum Sommer 1368 Pädagogen in den Ruhestand gehen. Es würden also deutlich mehr Lehrer eingestellt, als es Pensionierungen gebe. Mangel herrsche nur an den Schulen des Sekundarbereichs I und teilweise an den Integrierten Gesamtschulen, wo man verstärkt auf Quereinsteiger zurückgreifen müsse.

Von Michael B. Berger

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