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Niedersachsen Weil befürchtet zwei Millionen Flüchtlinge
Nachrichten Politik Niedersachsen Weil befürchtet zwei Millionen Flüchtlinge
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00:15 23.01.2016
Von Heiko Randermann
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) Quelle: Holger Hollemann
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Hannover

"Seit dem 1. Januar sind 8350 Flüchtlinge nach Niedersachsen gekommen", sagte Weil im Landtag. Das entspreche 440 Personen pro Tag. Würde man das auf das ganze Jahr hochrechnen, würden in diesem Jahr 160.000 Menschen in Niedersachsen aufgenommen werden müssen - 60 Prozent mehr als 2015. "Aber wir wissen, dass das unrealistisch ist. Wir müssen in den warmen Jahreszeiten mit deutlich mehr Menschen rechnen", so Weil. "Wenn nichts passiert, werden in diesem Jahr deutlich mehr als zwei Millionen Flüchtlinge kommen."

Niedersachsen muss immer knapp zehn Prozent des gesamten Flüchtlingsaufkommen aufnehmen und auf die Kommunen verteilen. Das wären dann über 200.000 und damit doppelt so viele wie die 2015 angekommenen gut 100.000 Menschen.

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Weil forderte erneut vom Bund, sich für eine europäische Lösung, eine Sicherung der Außengrenzen und eine Bekämpfung der Fluchtursachen einzusetzen. Das sei nicht Aufgabe des Landes, sonndern der Bundeskanzlerin. CDU und FDP im Landtag hielten dagegen, dass Weil mit dieser Forderung Allgemeinplätze formuliert habe, aber nicht sage, wie das erreicht werden solle. Außerdem habe der Ministerpräsident keinen Plan B, um sich auf ein Scheitern dieser hehren Ziele vorzubereiten.

Heiko Randermann 23.01.2016
Heiko Randermann 21.01.2016
Michael B. Berger 21.01.2016