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Niedersachsen Organspende: MHH spricht sich für Widerspruchslösung aus
Nachrichten Politik Niedersachsen Organspende: MHH spricht sich für Widerspruchslösung aus
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16:32 03.07.2019
In Deutschland gibt es zu wenig registrierte Organspender. Dabei ist der Bedarf an Spenderorganen hoch. Quelle: epd (Symbolbild)
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Hannover

In der Diskussion um neue Organspende-Regeln hat die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) für die Widerspruchslösung geworben. „Die medizinischen Möglichkeiten der Organtransplantation sind so weit ausgereift, dass wir vielen Menschen helfen könnten, wenn genügend Spenderorgane zur Verfügung ständen“, sagte der Herzchirurg und Leiter des MHH-Transplantationszentrums, Axel Haverich, am Mittwoch. In europäischen Ländern mit Widerspruchslösung würden 10 bis 20 Prozent mehr Organe gespendet.

Derzeit warten nach Angaben der Hochschule bundesweit 9400 schwerkranke Menschen auf ein Spenderorgan. An der MHH sind es 1134, darunter 64 Kinder und Jugendliche. Die Medizinische Hochschule ist den Angaben zufolge das größte Transplantationszentrum in Deutschland. Im vergangenen Jahr transplantierten die MHH-Ärzte Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen 30 Herzen, 176 Nieren, 74 Lebern, 116 Lungen und 8 Bauchspeicheldrüsen.

Die medizinischen Möglichkeiten seien so weit ausgereift, damit vielen Menschen geholfen werden kann, sagt Prof. Axel Haverich, Leiter des Transplantationszentrums der MHH. Quelle: Samantha Franson

Bundestag debattiert über zwei Modelle

Im Bundestag in Berlin wurde am Mittwoch über zwei gegensätzliche Initiativen zur Organspende diskutiert. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt den Vorstoß einer Parlamentariergruppe für eine Umstellung auf die Widerspruchslösung. Demnach sollen grundsätzlich alle Volljährigen als Organspender gelten - bis auf Widerruf. Eine Gruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock lehnt das ab und schlägt vor, alle Bürger mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema Organspende anzusprechen.

Von RND/lni

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