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Niedersachsen Landesjäger wollen auf den Problemwolf schießen
Nachrichten Politik Niedersachsen Landesjäger wollen auf den Problemwolf schießen
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07:00 02.09.2019
Ein Wolf – fotografiert durch ein Zielfernrohr. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Hannover

Bei der seit mehr als 200 Tagen erfolglosen Jagd nach dem Rodewalder Wolf fordert die Landesjägerschaft vom Umweltministerium ein Umdenken. „Die bisherigen Versuche, den Problemwolf zu erlegen, dürften als gescheitert gelten“, sagte Jäger-Präsident Helmut Dammann-Tamke der HAZ. Am Freitag hatte das Ministerium erneut die Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Wolfes um einen weiteren Monat verlängert.

„Der Wolf gehört ins Jagdrecht“: Der Präsident der Landesjägerschaft, Helmut Dammann-Tamke Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Niedersachsen sollte sich ein Beispiel am Nachbarland Schleswig-Holstein nehmen, wo Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) sein Verhalten gegenüber einem Problemwolf „nachjustiert“ und die Jägerschaft um Mithilfe gebeten habe. Dies setze allerdings ein klares und öffentliches Bekenntnis voraus sowie eine rechtliche Absicherung der Jäger, betonte Dammann-Tamke.

Seit Januar wird der Problemwolf gejagt

Der Wolf wird seit Ende Januar gejagt, ist auch schon mehrfach gesichtet und durch Fotofallen registriert worden. Warum er nicht abgeschossen worden ist, bleibt für die Jäger ein Rätsel. Jeden Monat die Abschussgenehmigung um einen weiteren Monat zu verlängern, erscheint in Dammann-Tamkes Augen wenig vielversprechend. Langfristig müsse man ohnehin daran arbeiten, den vom Naturschutzrecht streng geschützten Wolf ins Jagdrecht zu überführen.

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