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Niedersachsen Schröder-Köpf zur Integrationsbeauftragten benannt
Nachrichten Politik Niedersachsen Schröder-Köpf zur Integrationsbeauftragten benannt
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14:44 16.04.2013
Foto: "Ungerechtigkeit löst bei mir als Sozialdemokratin immer den Reflex aus, etwas verändern zu wollen", sagte Doris Schröder-Köpf bei ihrer Ernennung zur Integrationsbeauftragten.
"Ungerechtigkeit löst bei mir als Sozialdemokratin immer den Reflex aus, etwas verändern zu wollen", sagte Doris Schröder-Köpf bei ihrer Ernennung zur Integrationsbeauftragten. Quelle: dpa
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"Sie ist unabhängig und hat von der Landesregierung keine Weisungen entgegenzunehmen", sagte Regierungschef Stephan Weil (SPD) nach der Ernennung am Dienstag. Die 49-Jährige soll ihr neues Amt ehrenamtlich und ressortübergreifend mit einer Geschäftsstelle in der Staatskanzlei wahrnehmen. Die Opposition kritisierte das Modell.

Künftig solle sie sich als "Anwältin der Migranten" engagieren und dabei auch nicht vor Kritik an der Landesregierung zurückschrecken. "Das ist eine große Herausforderung und eine vielfältige Aufgabe", sagte Schröder-Köpf, die seit Januar für die SPD im Landtag sitzt. In Niedersachsen gab es seit August 2011 keinen Integrationsbeauftragten mehr.

Als erstes größeres Projekt nannte sie den Abschluss eines Staatsvertrages mit den muslimischen Verbänden in Niedersachsen. Auch die Eingliederung von Flüchtlingen aus Syrien, die demnächst in Deutschland eintreffen, sei eine wichtige Aufgabe. "Die Menschen, die hierher kommen, wollen wir auch haben, und wir wollen, dass sie bleiben", betonte Schröder-Köpf. Sie müssten von Anfang an die deutsche Sprache lernen und ihre Kinder integrieren.

"Ungerechtigkeit löst bei mir als Sozialdemokratin immer den Reflex aus, etwas verändern zu wollen", erläuterte Schröder-Köpf weiter. Allein schon wegen zweier ihrer Kinder mache sie sich viele Gedanken über Zuwanderung. Das Ehepaar Schröder hat einen Jungen und ein Mädchen aus Russland adoptiert.

dpa/epd