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Niedersachsen Schulobst-Programm steht weiter auf der Kippe
Nachrichten Politik Niedersachsen Schulobst-Programm steht weiter auf der Kippe
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14:31 11.09.2009
Schüler der Grundschule am Saturnring in Garbsen zeigten im vergangenen Jahr während einer Projektwoche, wie lecker tägliches Obst sein kann.
Schüler der Grundschule am Saturnring in Garbsen zeigten im vergangenen Jahr während einer Projektwoche, wie lecker tägliches Obst sein kann. Quelle: Behrens
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Es sei noch unklar, ob das Projekt starten könne, sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, am Freitag in Hannover. Das Land hofft, das europäische Programm zur gesunden Ernährung nicht allein mitfinanzieren zu müssen. „Wir sind der Ansicht, dass wir da mit dem Bund stark verhandeln müssen“, sagte Hahne. Zudem ist das Ministerium dabei, Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten. „Wir überlegen, wo kriegen wir Sponsoren her“, sagte Hahne.

Auf Niedersachsen kämen nach seinen Angaben 900 000 Euro jährlich zu. Aus Sicht der Länder soll sich aber auch der Bund an der Finanzierung des Schulobst-Programm der EU beteiligen. Sollte das Land am Ende aber doch allein die 900 000 Euro aufbringen müssen, „müssen wir überlegen, wo wir es dann wegnehmen“, sagte der Ministeriumssprecher.

Grundsätzlich will die Landesregierung an dem Projekt festhalten: „Wir wollen das wirklich durchbringen.“ Bereits jetzt gebe es die Möglichkeit, dass Eltern und Sponsoren Geld bereitstellten, damit Kinder frisches Obst und Gemüse in den Schulen bekommen. Die Linksfraktion im Landtag lehnt Sponsoring für die Schulen ab: „Das Land darf sich bei der Umsetzung dieses sinnvollen Programms nicht aus der Verantwortung stehlen.“

Nach langen Debatten muss der Bundesrat am 18. September entscheiden, ob das Schulobstgesetz scheitert oder nicht. Mit dem europäischen Programm stehen Deutschland etwa 20 Millionen Euro EU-Mittel zur Verfügung, die von den Bundesländern kofinanziert werden sollen.

lni

Hannah Suppa 10.09.2009
Gabi Stief 10.09.2009