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Niedersachsen Sorge um Rückholung des Asse-Mülls
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18:59 18.09.2013
Von Margit Kautenburger
Bergung wird unmöglich: Asse-Aktivisten Andreas Riekeberg (li.) und Udo Dettmann. Quelle: dpa
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Hannover

Die Bürgerinitiativen rund um das Endlager Asse sehen die Rückholung des Atommülls gefährdet. Die Verfüllung bestimmter Strecken in dem Bergwerk ohne ausreichende Drainagen bewerten sie als Abkehr von dem 2010 vereinbarten Bergungsplan. Der Betreiber, das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), provoziere mit den Verfüllungen, dass sich Laugen in den Kammern sammeln und radioaktiv kontaminiert werden. „Langfristig lösen sich die Fässer auf; eine Bergung ist dann nicht mehr möglich“, kritisiert Andreas Riekeberg, einer der Sprecher der Initiativen. Diese forderten den Betreiber auf, in der Umgebung der Atommüllkammern nicht weiter zu verfüllen, bevor ein Rückholungskonzept vorliegt. Ein erstes grobes Konzept soll im Oktober vorliegen

Das BfS hatte zuletzt die Zugänge vor zwei Atommüllkammern zubetoniert. Dies diene der Stabilisierung und sei die Voraussetzung dafür, dass der Atommüll geborgen werden könne, erklärte ein Behördensprecher gestern. Nach wie vor halte das BfS die Rückholung für den besten Weg zur Stilllegung der Asse. „Das gilt unverändert - trotz des schlechten Zustandes der Grube und des enormen finanziellen und personellen Aufwands.“

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