Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Niedersachsen Strafanzeige: AfD unter Verdacht der Fälschung
Nachrichten Politik Niedersachsen Strafanzeige: AfD unter Verdacht der Fälschung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:31 16.06.2017
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Archiv)
Anzeige
Hannover

Die niedersächsische AfD muss sich mit einer Fälschungsaffäre auseinandersetzen. Im Kern geht es um zwei Schreiben mit dem Briefkopf von Landeswahlleiterin Ulrike Sachs, die belegen sollen, dass die AfD ihre Kandidatenliste für die Bundestagswahl im September bereits vorgelegt hatte. Verschickt hat diese Dokumente der Generalsekretär der AfD Niedersachsen, Jens Kestner - auch an diese Zeitung. Damit wollte er beweisen, dass ein Medienbericht, nach dem die AfD Schwierigkeiten bei der Listenaufstellung habe, eine „Zeitungsente“ gewesen sei.

Doch die mit Datum und Wappen versehenen Schreiben vom 1. März und vom 16. März waren eine Fälschung, wie die Landeswahlleiterin gestern erklärte. „Ich habe Anzeige gegen unbekannt erstattet. Wir wissen nicht, wer die Schreiben erstellt hat“, sagte sie der HAZ. Bislang seien noch keine Listen vorgelegt worden, der AfD bleibe dafür noch Zeit bis zum 17. Juli 16 Uhr.

Anzeige

Die gefälschten Schreiben der Landeswahlleiterin waren auch auf der Homepage der AfD zu sehen, sind Donnerstag jedoch gelöscht worden. In ihnen stand, dass die Listen mit „geringfügigen Mängeln“, die die Landeswahlleitung noch korrigiere, den gesetzlichen Anforderungen entsprächen. Der Adressat der gefälschten Briefe, Heiner Rehnen, gilt als enger Vertrauter von Landeschef Armin Paul Hampel.

mbb

Niedersachsen Niedersächsisches Wirtschaftsministerium - Nägele soll neuer Staatssekretär werden
14.06.2017
14.06.2017