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Niedersachsen Keine schlechteren Noten durch Turbo-Abitur
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21:57 15.08.2013
Nach jüngsten Zahlen des Kultusministeriums liegt die sogenannte Erfolgsquote an Gymnasien im Land bei rund 60 Prozent. Quelle: dpa
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Hannover

4,27 Prozent der Abiturienten fielen bei den Prüfungen durch, im Vorjahr hatten 5,51 Prozent der Schüler nicht bestanden. Bei der kontrovers diskutierten Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre war eine der Sorgen gewesen, dass die Schüler nicht mehr so gute Noten erzielen.
Allerdings verlassen immer mehr Schüler in Niedersachsen das Gymnasium und wechseln in andere Schulen. Nach jüngsten Zahlen des Kultusministeriums liegt die sogenannte Erfolgsquote an Gymnasien im Land bei rund 60 Prozent. „Das heißt rund 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler verlassen ­diese Schulform und machen ihren Bildungsabschluss dann auf anderen Einrichtungen“, sagte die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) gegenüber dem NDR.

Die Quote hat sich mit der Einführung des Gymnasiums in acht Schuljahren (G 8) etwas verschlechtert. „Seit dem Turbo-Abitur beobachten wir einen leichten Rückgang der Erfolgsquote an Gymnasien“, sagte die Sprecherin im Kultusministerium, Susanne Schrammar.  In der Untersuchung misst das ­Kultusministerium die Entwicklung der Schülerzahl von der siebten bis zur zwölften Klasse. Aber auch in der fünften und sechsten Klasse können Schüler das Gymnasium bereits freiwillig verlassen – sie wurden in der Rechnung des Ministeriums noch gar nicht berücksichtigt. „Viele der Schüler, die vom Gymnasium abgehen, machen aber trotzdem Abitur, zum Beispiel an einer Integrierten Gesamtschule oder an einem berufsbildenden Gymnasium“, sagte Ministeriumssprecherin Schrammar.

Der Vorsitzende des Philologenverbands, Horst Audritz, ist erstaunt über die hohen Zahlen der Gymnasium-Abgänger. „Dennoch können wir keine Leistungsabstriche am Gymnasium machen, denn damit würden wir das Abitur abwerten.“ Der Philologenverband plädiert aber für eine Rückkehr zum Abitur nach  neun Jahren Gymnasium. „Es gibt eine Menge Schüler, die mit der Verkürzung der Schulzeit Probleme haben“, sagt Audritz.  Die Vorsitzende des Landeselternrates,  Sabine Hohagen, könnte sich vorstellen, dass es besonders bei der Umstellungszeit auf G 8 schwierig für die Schüler war. „In den ersten beiden Jahren ist sicherlich vieles noch nicht optimal gelaufen, zum Beispiel waren einige Schulbücher noch gar nicht da“, sagt Hohagen. Auch der Vorsitzende des Landesschülerrates, Keven Knipping, sagt, das G 8 habe zu einer deutlichen Mehrbelastung geführt. „Das Ziel, Abitur am Gymnasium zu erreichen, wird immer schwieriger.“

Der Vorsitzende der Direktorenvereinigung, Dieter Stephan, bezweifelt dagegen die Zahlen des Ministeriums. Die Schulen, die er kenne, hätten nicht so große Abgänge zu verzeichnen.

Von Anne Grüneberg

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