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Niedersachsen Umweltausschuss berät über Strahlenwerte
Nachrichten Politik Niedersachsen Umweltausschuss berät über Strahlenwerte
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08:37 26.09.2011
Der niedersächsische Umweltausschuss berät heute über die Strahlenwerte im Zwischenlager Gorleben. Quelle: dpa
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Hannover/Berlin

Der Umweltausschuss des niedersächsischen Landtags berät am Montag über die erhöhten Strahlenwerte am Atommüll-Zwischenlager Gorleben. Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) will in der nicht-öffentlichen Sitzung auch über die bisher erfolgten Maßnahmen zur Senkung der Werte informieren. Bei Messungen Ende August waren im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Strahlenwerte festgestellt worden. Das niedersächsische Umweltministerium geht dennoch davon aus, dass der nächste Castor-Transport nach Gorleben im Herbst nicht gefährdet ist.

Greenpeace macht Wärmebilder von Castorhalle in Gorleben

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Dem entgegen steht eine Aktion von Greenpeace. Greenpeace-Mitglieder haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum Samstag mit einer Wärmebildkamera Aufnahmen vom Atommüllzwischenlager in Gorleben gemacht. Die Aufnahmen zeigten die Abwärme der dort gelagerten Castorbehälter, teilte die Organisation am Montag mit. Die aufgeheizte Luft trete aus den Lüftungsschlitzen ungefiltert aus.

Auch sogenannte Streustrahlung gelange zu einem großen Teil auf diesem Weg in die Umwelt. Der Umweltausschuss des niedersächsischen Landtags berät an diesem Montag über die erhöhten Strahlenwerte am Zwischenlager. In nicht öffentlicher Sitzung informiert Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) über die bisherigen Maßnahmen zur Senkung der Ende August von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) gemessenen Werte.

Auch der Umweltausschuss des Bundestages besucht am Montag ein Atommülllager: die umstrittene Schachtanlage Asse. Im Rahmen einer auswärtigen Sitzung wollen sich die Abgeordneten vor Ort ein Bild über die dortige Situation machen. In diesem Winter soll nach Ministeriumsangaben die erste Einlagerungskammer angebohrt werden, um detaillierte Informationen für die Rückholung der radioaktiven Abfälle zu gewinnen. In der umstrittenen Schachtanlage lagern rund 126.000 Atommüllfässer. Es gibt immer wieder Streit über den Fahrplan zur Sanierung des maroden Atommülllagers.

dpa/sag