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Niedersachsen Unterrichtsversorgung bessert sich
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22:17 24.11.2009
Von Saskia Döhner
Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) Quelle: Rainer Surrey (Archiv)
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„Wir haben unser Ziel übertroffen, wir können zufrieden sein“, sagte Elisabeth Heister-Neumann (CDU) sichtlich erfreut, als sie jetzt vor Journalisten in Hannover die statistischen Zahlen vorstellte.

Danach liegt die Unterrichtsversorgung im Landesschnitt bei 100,2 Prozent. Angepeilt hatte das Ministerium eine Versorgung von 99,5 Prozent. In der Stadt Hannover liegt die Zahl mit 99,9 Prozent leicht unter dem Durchschnitt. Hier kommen die Gymnasien auf 99,5 und die Gesamtschulen auf 98,3 Prozent. In der Region erreicht die Versorgung insgesamt 100,1 Prozent. Am schlechtesten ist die Versorgung in Dannenberg mit 98,8 Prozent.

Auch bei den einzelnen Schulformen liegen die Zahlen höher als erwartet. Bei den Grundschulen wird im Landesschnitt eine Versorgung von 102,6 Prozent erreicht, bei Gymnasien 99,8, bei Realschulen 99, bei Hauptschulen 98,6, bei Gesamtschulen 98,2 und bei Förderschulen 99,1 Prozent.

„Diese Zahlen sind ein Beleg dafür, dass unser Maßnahmenpaket gegriffen hat“, sagte die Ministerin. Dazu gehörten zusätzliche Lehrer- und Referendarstellen, aber auch der freiwillige Verzicht auf Teilzeitarbeit bei den Pädagogen. Durch letzteres seien insgesamt 350 Vollzeitstellen erwirtschaftet worden. In diesem Schuljahr sind 2506 neue Lehrkräfte auf 2300 Vollzeitstellen eingestellt worden. 636 Junglehrer waren Referendare, die nach Schuljahresbeginn ihre Abschlussprüfung gemacht und somit erst zum 1. November an den Schulen angefangen haben.

Die Opposition betrachtet es als „Trickserei“, dass in die Statistik von vornherein auch die neuen Lehrer miteingerechnet werden, die erst drei Monate nach Schuljahresbeginn ihren Job antreten werden. „Es gibt Schulen, an denen nach den Sommerferien monatelang der Mathematikunterricht ausgefallen ist“, berichtete Frauke Heiligenstadt (SPD) am Dienstag. Ina Korter (Grüne) sprach von „Schönrechnerei“. Nur an Grundschulen und Gymnasien sei die Unterrichtsversorgung im Vergleich zum Vorjahr tatsächlich besser geworden. Außerdem sagten die statistischen Zahlen nichts über die wirkliche Situation an den Schulen. Denn Ausfälle durch Krankheiten oder Schwangerschaften seien nicht erfasst.

Heister-Neumann fehle ein wirkliches Konzept, kritisierten die beiden Bildungsexpertinnen. Sie betreibe Bildungspolitik im Hinterzimmer und suche nicht den erforderlichen breiten Konsens, monierte Heiligenstadt. Und Korter warf der Ministerin „Flickschusterei“ vor: „Sie hangelt sich weiter von einer Baustelle zur anderen.“ Übervolle Klassen und überlastete Lehrer blieben Dauerprobleme.

Karl-Ludwig von Danwitz (CDU) sprach von einem „schönen Erfolg“, räumte aber ein, dass es trotzdem zu Stundenausfällen kommen kann: „Den Schulen fehlt wie den meisten Betrieben die fünf Prozent Reserve für Krankheitsausfälle.“ Und das Problem der Mangelfächer bleibt. Der Einsatz von Quereinsteigern – in diesem Schuljahr sind 186 eingestellt worden, die meisten für das Fach Physik – sei nur eine Übergangslösung: „Wir brauchen mehr Menschen, die sich an die naturwissenschaftlichen Fächer herantrauen.“

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