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Promis Guido Maria Kretschmer: “Homosexualität ist doch kein Ausbildungsberuf!”
Nachrichten Promis Guido Maria Kretschmer: “Homosexualität ist doch kein Ausbildungsberuf!”
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14:31 30.09.2019
Modedesigner Guido Maria Kretschmer nimmt im Interview kein Blatt vor den Mund.
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Berlin

Sie haben unter dem Namen „Guido Maria Kretschmer presented by OTTO“ gerade eine neue, limitierte „Home & Living“-Kollektion gelauncht. Worin bestehen die Gemeinsamkeiten beim Entwerfen von Mode und Interior?

Für Designer gehören diese beiden Bereiche eng zusammen. Es gibt ja viele Überschneidungen. Zum einen die Stoffe, mit denen man arbeitet, aber auch was die Entwürfe anbelangt. Es gibt nicht einen Designer, der nicht auch einrichtungsaffin ist. Die wohnen auch alle sehr schön. Ist aber auch klar: Was nützt die hübscheste Klamotte, wenn du auf einem schrecklichen Sofa sitzt? (lacht)

Ihre Kollektion erscheint unter dem Motto „Democratic Home“. Was ist damit gemeint?

Wir leben gerade in einer Zeit, in der der Begriff Demokratie nicht mehr so angesagt ist. Man hat den Eindruck, dass viele Menschen diese Gesellschaftsform nicht mehr so zu schätzen wissen, obwohl Demokratie ja auch etwas damit zu tun hat, dass man die Chance hat, an etwas teilzunehmen und sich einzubringen. Das ist ja das Tolle daran. Ich habe am Anfang meiner Karriere für viele vermögende Menschen gearbeitet. Irgendwann habe ich die „Democratic Couture“ ins Leben gerufen, um vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich unsere Designs leisten zu können. Aus diesem Begriff der „Democratic Couture“ habe ich nun mit OTTO die „Democratic Home“ Kollektion entwickelt. Meine Handtücher, Stühle und Sofas sind so für viele erschwinglich und ich kann hoffentlich vielen Menschen eine Freude damit bereiten.

Bei Demokratie und Mode fällt mir als Erstes Angela Merkel ein…

Ich finde die Hosenanzüge von Angela Merkel gut. Ich werde mich hüten, etwas Anderes zu sagen. Was soll sie denn anziehen, wenn sie sich mit 30 Männern treffen und unterhalten muss? Sie ist einmal mit einem Dekolleté nach Bayreuth gekommen und dann überall kritisiert worden, weil sie einen Busen hat. Überraschung! Sie ist eben eine Frau. Es gab eine sechsstündige Wagner-Aufführung. Da muss man zwischendurch auch mal tief durchatmen. (lacht)

Guido Maria Kretschmer mit seiner neuen OTTO-Kollektion "Democratic home". Quelle: imago images / Photopress Müller

Was sagen Sie denn zum Kleidungsstil von Annegret Kramp-Karrenbauer?

Bei AKK kann ich gar nicht sagen, ob das ein bestimmter Look ist. Es tut mir sehr leid, aber so richtig kann ich AKK auch nicht ernst nehmen. Jemand der offen und frei ist, sagt nichts gegen schwul-lesbische Ehen. Homosexualität ist doch kein Ausbildungsberuf. Ich habe einen großen Respekt vor dieser Frau. Ich glaube auch, dass sie ein sehr gescheiter Mensch ist. Persönlich habe ich sie allerdings noch nie getroffen und hätte der CDU gewünscht, dass da jemand als Nachfolger kommt, der vielleicht ein etwas größerer Sympathieträger ist als AKK.

Es gibt ja noch andere Politiker…

Politiker sein ist ein schwieriger Beruf, weil man überall angefeindet wird. Ich habe gestern noch mit einer sehr berühmten Politikerin gesprochen, die ich sehr mag und die mittlerweile eine Freundin von mir geworden ist. Ich habe ich mich gefreut, dass es ihr privat gut geht, weil sie beruflich viel Gegenwind abbekommt. Von ihr weiß ich, dass sie total in ihrem Job aufgeht. Sie brennt für die Menschen und ist nicht abgestumpft. Es gibt tolle Personen in diesem Bereich. Politik ist so wichtig und deshalb finde ich es schade, dass in einer Zeit, in der es darauf ankommt, dass die demokratischen Kräfte zusammenhalten, einige Politiker die falschen Entscheidungen treffen. Es gibt in Parteien eben immer mal wieder Menschen, die es falsch machen oder sich nicht gescheit äußern. Ich persönlich bin ja total für Frauenpower und sehe mich selber als Emanze. Deshalb hoffe ich, dass bald wieder eine tolle Frau in der Politik um die Ecke kommt, die uns alle retten wird. Das wäre mein großer Traum. (lacht)

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Von Thomas Kielhorn/RND

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