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Promis Will Smith: „Ich bin beeindruckt, was die Jugend von heute leistet“
Nachrichten Promis Will Smith: „Ich bin beeindruckt, was die Jugend von heute leistet“
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13:12 05.10.2019
Hollywoodstar Will Smith. Quelle: Getty Images for Paramount Pictu
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So hat man ihn seit „Prinz von Bel Air“-Zeiten nicht mehr gesehen - im optisch wörtlichen Sinn. Denn in seinem neuen Film „Gemini Man“ ist Will Smith wieder Anfang 20 – dank digitaler Verjüngungstechnik. Smith spielt einen in die Jahre gekommenen Auftragskiller, der von seinem geklonten Jung-Ich gejagt wird. Im Interview verrät der Hollywood-Star, was er seinem jugendlichen Ich raten würde und warum er von der heutigen Jugend beeindruckt ist.

Wie fühlt es sich an, sich auf der Leinwand mit Anfang 20 zu sehen?

Ich fand es schon etwas gruselig. Als ich das erste Mal meine digitale Wiedergeburt sah, ist mein Herz fast vor Schreck stehen geblieben. Mein Gesicht so wie mit 23 … Mann, ich kriege jetzt noch eine Gänsehaut.

Haben Sie verstanden, wie der Computer das macht?

Es war nicht mein echtes Gesicht, das digital verjüngt wurde. Ich bin zu 100 Prozent digital aus alten Aufnahmen rekreiert worden. Perfekt. Man kann wirklich nicht erkennen, dass es nicht echt ist.

Sehen Sie auch eine Gefahr, die von solch einer digitalen Klon-Technologie ausgeht?

Natürlich. Die Möglichkeiten, die man hat, sind endlos. Wie alle Neuerungen können sie in falsche Hände geraten. Ich finde es allerdings auch aufregend. Stellen Sie sich vor: Ein junger Will Smith ist eines Tages mit einem jungen Marlon Brando im Film zu sehen. (lacht)

Wenn Sie die Möglichkeit hätten, dem 23-jährigen Will Tipps für die Zukunft zu geben, was würden Sie zu ihm sagen?

Wissen Sie was, ich würde mir eher von meinem damaligen Ich Rat einholen. Ich würde den jungen Will fragen: „Wie schaffst du es, dir so wenig Sorgen um die Zukunft zu machen und einfach wegzuschieben, was alles falsch laufen könnte?“

Klingt nostalgisch!

Ich würde so gerne wieder ein wenig von meinem alten Draufgängertum zurückhaben. Die Sorglosigkeit und Freiheit von früher. Ich habe in den letzten Jahren daran gearbeitet, wieder dahin zu kommen.

Will Smith in einer Szene des Films „Gemini Man“. Quelle: -/Paramount Pictures/dpa

Hätten Sie für den jungen Will nicht wenigstens einen Tipp zum Thema Frauen und Beziehungen?

Ich würde zu ihm sagen: Habe nicht mit allen Frauen Sex! Einige von ihnen sind einfach nur Freunde (lacht). Nur weil du etwas haben willst, heißt es noch lange nicht, dass es dir zusteht. Man muss im Leben lernen, die Schönheit einer Blume einfach nur zu genießen – ohne dass man sie pflücken muss.

Wie viel von Ihren eigenen Erfahrungen haben Sie Ihren Kindern mit auf den Lebensweg gegeben?

Ich habe erkannt, dass ich in einer ganz anderen Welt aufgewachsen bin. Darum stelle ich mehr Fragen an meine Kinder, als sie an mich stellen. Gut so! Sie sollen ihre eigenen Fehler machen und daraus lernen. Ich werde immer für sie da sein und sie unterstützen. Grundsätzlich bin ich unheimlich beeindruckt, was die Jugend von heute leistet.

Zum Beispiel?

Schauen Sie sich doch nur den weltweiten Protest für Klimaschutz an. Den haben die Kids von ihren Handys aus organisiert. So etwas hätte ich mir als Teenager noch nicht mal in meiner Fantasie ausmalen können.

Wie bleibt man bei allem Erfolg auf dem Teppich?

Indem man das Glück hat, die fantastischsten Freunde zu haben. Meine kenne ich alle schon seit über 20 Jahren. Sie waren in meinem Leben und für meine Karriere ein wahrer Segen. Es gab noch nie einen Moment, in dem nicht mindestens einer meiner Freunde mir zur Seite stand, wenn ich es brauchte. Von DJ Jazzy Jeff über Alfonso Ribeiro (er spielte Carlton in der Serie „Prinz von Bel Air“), aber auch natürlich meine Frau Jada. Wir verstehen und respektieren uns alle und puschen uns gegenseitig, das Beste aus uns herauszuholen.

Mein Geheimnis ist viel Alkohol. Das präserviert mich.

Will Smith

Auch ohne Digitaltechnik sehen Sie viel jünger aus als 51. Was ist Ihr Geheimnis?

Alkohol. Mein Geheimnis ist viel Alkohol. Das präserviert mich. (lacht lauthals) Nein, ich habe meinen Lebensstil schon etwas meinem Alter anpassen müssen, weil mein Energie-Level in den letzten Jahren etwas runtergeht. Früher hat es gereicht, dass ich zwei, drei Monate hart trainiert habe und für den Rest des Jahres fit geblieben bin. Mann, ich konnte einst essen, was ich wollte, und habe auch durchgehend gesündigt.

Mit was?

Ich liebe Süßes und kann Süßigkeiten einfach nicht widerstehen! Früher konnte ich Cupcakes zum Frühstück, Torte zum Lunch und Eiscreme zum Dinner in mich reinhauen. Ohne dass ich mir um meinen Körper oder Fitness Sorgen machen musste. Mit 51 ist das einfach nicht mehr möglich.

Was sehen Sie, wenn Sie in den Spiegel schauen?

Einen Menschen, der schon immer das Leben geliebt hat und glücklich ist. Das heißt nicht, dass es auch mal Zeiten gab, wo das Leben mir wenig Freude gemacht hat. Besonders in meiner Kindheit hatte ich ein paar traumatische Ereignisse zu überstehen. Aber damals habe ich gelernt, in meine Fantasie zu entfliehen. Diese Eigenschaft ist ein echtes Geschenk.

Und das machen Sie bis heute noch?

Manchmal schon. Ich habe es allerdings verfeinert. Ich finde selbst in den traurigsten Moment etwas, was ich daran lustig finde. Ich kann bei einer Beerdigung sein und beöle mich über die komischen Schuhe, die die Leiche im Sarg trägt. Es sind Kleinigkeiten, aber die Welt ist einfach voller Humor für mich. Deshalb kann ich sagen, dass Comedy mich durch die schwierigsten Momente meines Lebens getragen hat.

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Von Dierk Sinderman/RND

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