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​Corona: Ottobock unterstützt elf Studierende in Göttingen mit Deutschlandstipendium

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14:19 10.09.2020
Studierende im Bereich der Medizintechnik und Humanmedizin haben in Corona-Zeiten zusätzliche Chancen auf ein Deutschlandstipendium von Ottobock. Quelle: Ottobock
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Duderstadt / Göttingen

Das Medizintechnikunternehmen Ottobock mit Sitz in Duderstadt unterstützt im Winter- und Sommersemester 2020/2021 elf Studierende in Südniedersachsen mit einem Deutschlandstipendium. Damit erweitert das Unternehmen sein Engagement im Vergleich zu den Vorjahren. „Die finanzielle Unterstützung soll Nachwuchskräften durch die Krise helfen“, begründet CEO Philipp Schulte-Noelle.

300 Euro im Monat: Stifter und Bund teilen die Kosten

Mit dem Deutschlandstipendium erhalten Studierende – die Auswahl erfolgt durch die Hochschule –300 Euro Förderung im Monat. Die Hälfte zahlen Unternehmen oder private Stifter, die andere Hälfte steuert der Bund bei.

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Philipp Schulte-Noelle Quelle: r / Ottobock

Medizintechnik braucht Talente – und Talente brauchen Förderung“, erklärt er, warum die Firmengruppe Ottobock Deutschlandstipendien unterstützt. Von der Corona-Pandemie seien nicht zuletzt Studierende stark betroffen, Verdienste durch Nebenjobs beispielsweise in der Gastronomie fielen weg. Insofern sei die Zahl der Plätze in diesem Durchgang auf elf erhöht worden.

Gefördert werden herausragendes soziales Engagement sowie hervorragende Studienleistungen im Bereich Medizintechnik und Humanmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) oder der Privaten Fachhochschule Göttingen (PFH). Die Göttinger „Talentschmieden“, wie die Ottobock-Unternehmenskommunikation die wissenschaftlichen Einrichtungen bezeichnet, begrüßen die Finanzspritze für Studierende aus Duderstadt: „Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen ist Förderung wichtiger denn je, damit sich die Studierenden voll und ganz auf ihr Studium konzentrieren können“, sagt Prof. Wolfgang Brück, Vorstand für Forschung und Lehre an der UMG und Dekan der Medizinischen Fakultät. „Junge Talente sichern die Zukunft unseres Gesundheitssystems, das sich gerade jetzt in der Krise als existenzielle Säule bewährt hat. Die Stipendien von Ottobock sind für die Studierenden eine hilfreiche Unterstützung und zudem ein wichtiges Signal für deren Bedeutung im Gesundheitswesen.“

Vernetzung von Unternehmen und Studierenden

Außerdem biete das Deutschlandstipendium Gelegenheit zur Vernetzung von Unternehmen und Studierenden. „Davon profitieren beide Seiten. Wir bieten unseren Studierenden eine zusätzliche Chance, sich bereits während des Studiums im Berufsleben zu orientieren, und Unternehmen haben die Gelegenheit, junge Fachkräfte kennenzulernen“, erläutert Prof. Wolfgang Viöl, HAWK-Vizepräsident für Forschung und Transfer.

Am Gesundheitscampus Göttingen, einem Kooperationsprojekt von HAWK und UMG, startete 2017 der Studiengang Mediziningenieurwesen. Ottobock fördert fünf Studierende dieses Studiengangs mit einem Deutschlandstipendium.

Ziel: Nachwuchsförderung

Den Nachwuchs in der Orthopädietechnik-Branche zu fördern, ist seit Jahrzehnten ein Ziel von Ottobock. 2011 gründete das international tätige Medizintechnikunternehmen in Kooperation mit der PFH den europaweit einzigartigen Studiengang Orthobionik, eine Kombination aus Medizin- und Biomechanik-Elementen. Er startete zunächst mit zehn Studierenden, inzwischen sind es 20 pro Jahrgang.

Deutschlandstipendium: 300 Euro monatlich für Studierende

Mit seinem Engagement für das Deutschlandstipendium ist der Technologie- und Innovationsführer aus Niedersachsen in guter Gesellschaft. 2018 hatten mehr als 7800 private Mittelgeber etwa 27300 begabte junge Menschen gefördert. Ein Jahr lang erhalten die Studierenden 300 Euro im Monat. Die Hälfte der Förderung zahlen Unternehmen oder private Stifter, die andere Hälfte steuert der Bund bei. Eine Verlängerung der Stipendien ist möglich. Die Auswahl der Studierenden erfolgt durch die Hochschule.

Von Nadine Eckermann