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Regional 17. Fachkräftekonferenz Südniedersachsen: Chancen und Herausforderungen von Diversität
Nachrichten Wirtschaft Regional 17. Fachkräftekonferenz Südniedersachsen: Chancen und Herausforderungen von Diversität
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20:00 21.03.2019
In wechselnden Kleingruppen diskutierten 82 Teilnehmer über drei Fragen zum Thema Diversität und hielten die Ergebnisse schriftlich fest. Quelle: Garben Nora
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Göttingen

Das Motto, unter dem sich am Donnerstag 82 Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft austauschten lautete dieses Mal „Von Vielfalt profitieren“.

In einem Impulsvortrag ging Fabian J. Froese, Professor für Personalmanagement an der Universität Göttingen, zunächst auf die Begriffe Diversität und Diversitätsmanagement ein. So werde unter Diversität „Vielfalt oder Verschiedenartigkeit basierend auf Merkmalen, die für die eigene Identität und das gesellschaftliche Zusammenleben wichtig sind, verstanden“. Zu den bekanntesten Diversitätsmerkmalen gehörten Alter, Geschlecht, Religion und Herkunft.

Positive Effekte von Diversität

Aus Personalperspektive sei eindeutig, warum Diversitätsmanagement wichtig sei: In vielen Bereichen gebe es einen eklatanten Mangel an Fachkräften. Dadurch müssten sich Unternehmen fragen, wen sie noch als Mitarbeiter gewinnen könnten, und Personen in Betracht ziehen, die sie bisher nicht berücksichtigt haben – beispielsweise ältere Arbeitnehmer, Frauen und Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund. So entstehende positive Effekte von Vielfalt könnten unter anderem kreativere Ideen und Lösungskonzepte sein.

In wechselnden Kleingruppen diskutierten 82 Teilnehmer über drei Fragen zum Thema Diversität und hielten die Ergebnisse schriftlich fest. Quelle: Garben

Am Beispiel der Universität Göttingen erläuterte Dr. Daniela Marx von der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität, wie die Charta der Vielfalt als Ausgangspunkt für Diversitätsmanagement in Unternehmen genutzt werden kann. Etwa 3000 Unternehmen und Organisationen in Deutschland hätten die Charta bereits unterzeichnet, darunter 30 in Göttingen. Seit 2011 sei die Universität bestrebt gewesen, Diversität als Element einer strategischen Entwicklung und Profilbildung zu verankern. Als Ziele und Leitlinien habe die Hochschule unter anderem festgelegt, dass sie allen gleiche Chancen und Schutz vor Diskriminierung bieten wolle. Ziel sei es dabei, einen Kulturwandel zu erreichen. „Das ist allerdings immer ein langer Weg“, so Marx.

In wechselnden Kleingruppen diskutierten 82 Teilnehmer über drei Fragen zum Thema Diversität und hielten die Ergebnisse schriftlich fest. Quelle: Garben

Als ein weiteres Beispiel für die Implementierung von Diversitätsstrategien stellte Kerstin Jakob von den Senioren-Residenzen Stiemerling die Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren vor.

Im Anschluss daran diskutierten die Teilnehmer im „World Café“ in wechselnden Kleingruppen drei Fragen: Was umfasst der Begriff Diversität? Mit Blick auf Ihren beruflichen Werdegang: Welche Erfahrungen haben Sie in Bezug auf den Umgang mit Diversität gemacht? Welche Empfehlungen haben Sie, damit Unternehmen/Institutionen von Vielfalt profitieren? Bei der vorläufigen Zusammenfassung der Ergebnisse zeichnete sich ab, dass viele Teilnehmer der Meinung waren, Diversität sei bereits in vielen Bereichen Teil der Unternehmenskultur angekommen, wobei einige sich eine noch stärkere Akzeptanz von Unterschieden und mehr Raum für Begegnung wünschten.

In wechselnden Kleingruppen diskutierten 82 Teilnehmer über drei Fragen zum Thema Diversität und hielten die Ergebnisse schriftlich fest. Quelle: Garben

Von Nora Garben

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