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Regional 200 Besucher beim Sommerfest des Handwerks
Nachrichten Wirtschaft Regional 200 Besucher beim Sommerfest des Handwerks
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13:41 14.08.2019
Europa im Herzen, Deutsches Handwerk im Blick: Unter dem Motto Italien feierten im Garten der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen rund 200 Gäste das Sommerfest. Quelle: R
Hildesheim/Göttingen

Großer Bahnhof im Garten der Handwerkskammer: In Hildesheim feierte das südniedersächsische Handwerk gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ihr traditionelles Sommerfest. Präsident Delfino Roman forderte: „Wir brauchen eine bessere Lehrerversorgung an Berufsschulen und ein kostenloses Azubi-Ticket“.

In seiner Rede nutzte Roman das gewählte Motto „Italien“ für einen Rückblick auf die am 26. Mai stattgefundene Europawahl. Er betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung für das Handwerk: „Es ist für das Handwerk sehr wichtig, gewählte Fürsprecher in Brüssel zu haben, die anderen Politikern mit Nachdruck erklären, dass der Meisterbrief zu Deutschland gehört wie die Pizza zu Italien.“ Am Ende sei aber auch das Handwerk ein Profiteur der EU, wenn man auf abgeschaffte Grenzen, Zölle und Roaming-Gebühren schaue, so Roman weiter. „Wir brauchen bei Migration, Sicherheit und Klimawandel mehr Europa aber ausdrücklich nicht in bildungspolitischen Fragen wie der Meisterqualifikation.“

Roman lobte am Beispiel der erst kürzlich angehobenen Ausbildungsbeihilfe von 662 Euro auf 716 Euro die gute Zusammenarbeit in der Interessenvertretung von Zentralverband, Landesvertretung und Handwerkskammern für den Wirtschaftsbereich Handwerk. Auszubildende, die aufgrund der Entfernung zum Betrieb nicht bei ihren Eltern wohnen können, werden seit 1. August 2019 noch mehr finanziell entlastet.

Verbesserung der Lehrerversorgung gefordert

Mit Blick auf die politischen Herausforderungen, vor denen das Handwerk in den nächsten Monaten stehe, gehöre nach Roman die Verbesserung der Lehrerversorgung an den Berufsschulen. „Es kann nicht sein, dass die Unterrichtsversorgung an Gymnasien und Grundschulen bei über 100 Prozent liegt und sich unsere Auszubildenden an den Berufsschulen mit unterdurchschnittlichen 90,7 Prozent begnügen müssen.“ Darüber hinaus fordere das Handwerk von der Landesregierung die Übernahme der Fahrtkosten für Auszubildende. Im Gegensatz zu Studierenden müssten Azubis die Kosten selbst tragen. Einer Finanzierung des Azubi-Tickets über die Ausbildungsbetriebe erteilte Roman eine klare Absage.

Von Mark Bambey/R

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