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Regional 4000 Besucher auf der Messe „Zuhaus“ in der Göttinger Lokhalle
Nachrichten Wirtschaft Regional 4000 Besucher auf der Messe „Zuhaus“ in der Göttinger Lokhalle
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16:43 27.10.2013
Von Hanne-Dore Schumacher
Zweite Messe „Zuhaus“ in der Göttinger Lokhalle: 60 Aussteller. Auch elf regionale Künstler zeigen Werke auf der Messe. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Kinderhäuser werden kunterbunt bemalt. „Mit natürlichen Holzanstrichen“, wie die Hasselbachchefin betont. Anziehungspunkt ist die historische Tischlerei, die Witter-Wirsam „für die Zukunft gerettet hat.“ Hasselbach ist auf der Messe vertreten, um „Flagge zu zeigen“.

60 Aussteller begrüßt Ursula Haufe, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung  mbh (GWG). Es seien mehr als im Vorjahr, sagen die Veranstalter, trotzdem sind Ausstellerflächen und Besucherzahlen am Sonnabendmittag noch überschaubar.

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Das Wichtigste seien die Erlebnisbereiche, erklärt Haufe, auch die Themenlounge, in der Experten rund um Bauen und Wohnen zu Wort kommen.

Der Hausherr der Lokhalle,  Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, lobt den Themenschwerpunkt Energie, die „spannenden Aktionen und das interessante Rahmenprogramm“. Die Messe, so Meyer, habe sich etabliert. Über die Einladung zur Messe-Eröffnung in „der schönsten Veranstaltungshalle Deutschlands“ bedankt sich Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne).

Energiewende nur mit gesellschaftlicher Akzeptanz

Praxisnahe Informationen begrüßt der Politiker, etwa zum Thema Wärmeversorgung, wo er noch „gewaltige Einsparpotenziale“ sieht. Darüber informiere die Messe, auch über Solarthermie, mit der man das ganze Haus beheizen könne.

Heute gebe es bereits Solartrockner, berichtet der Minister, der lokale Messen“ als „wichtige Treiber beim Klimaschutz“ sieht. Die Energiewende werde nur gelingen mit gesellschaftlicher Akzeptanz.

Spezialisten auf dem Gebiet der Photovoltaik sind in der Lokhalle. So die Firma Bode Energie- und Sicherheitstechnik GmbH, die mit einem 20 Meter langen Lkw viel Platz in der Halle beansprucht. Geschäftsführer Alexander Pape informiert über Speichertechnik, mit der sich die Hausbesitzer unabhängiger von Stromversorgern machen.

„50 Prozent sind möglich“, sagt Pape, bei einer Investition von 12 000 Euro. In 10 bis 12 Jahren habe sich die Anlage amortisiert.

4000 Besucher in der Lokhalle

Mit dem Oktokopter kann man sein Häuschen aus himmlischer Perspektive festhalten oder die eigene Hochzeit von oben fotografieren oder filmen lassen. Michael Mehle (Luftbildtechnik) erklärt die fliegende Kamera, mit der er auch die Aufnahmen für sein neues Büchlein „Göttingen in Miniatur“ gemacht hat.

Um Sicherheit geht es am Stand der Polizei. Achim Loose informiert, wie man schon mit relativ wenig Geld „die Hoheit über die Eingangstür“ bewahrt. Ein Kastenschloss mit Sperrbügel mache es möglich.

Für Einbruchschutz und Sicherheit, aber auch Handwerk und Gebäudemanagement wirbt die UMG Facility GmbH, an der die Universitätsmedizin Göttingen mit 51 Prozent beteiligt ist (49 % Elko-Gruppe).

Prokurist Stefan Bergmann und seine Kollegen wollen auf der Messe auch private Nutzer für den Service der 2009 in Göttingen gegründeten Firma gewinnen. Nach Angaben der Veranstalter waren an beiden Tagen zusammen 4000 Besucher in der Lokhalle.