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Regional Ärztekammer Göttingen spricht 83 Medizinische Fachangestellte frei
Nachrichten Wirtschaft Regional Ärztekammer Göttingen spricht 83 Medizinische Fachangestellte frei
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13:00 09.07.2019
Im Bildausschnitt einige der Medizinischen Fachangestellten während der Freisprechungsfeier in der Alten Aula Universität Göttingen. Quelle: Jelinek
Göttingen

Gabriele Grütz und Dr. Alexandra Hähnel überreichten im Namen der Ärztekammer Kammerbriefe und Prüfungszeugnisse.

Als Jahrgangsbeste sei Anna Tichy ausgezeichnet worden, teilte Grütz mit. Sie sei im Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Herzberg-Klinik von Chirurg Dr. Andreas Philippi, der auch stellvertretender Landrat (ehrenamtlich) des Landkreis Göttingen ist, ausgebildet worden. Die 83 Medizinischen Fachangestellten wohnen und arbeiten in den Landkreisen Göttingen, Hann. Münden, Holzminden und Northeim.

Fachangestellte sind „der ruhende Pol“ in den Arztpraxen

Medizinische Fachangestellte (MFA )zu sein, „bedeutet viel mehr als nur ein Job“, so Grütz. Die Arbeit mit den Patienten stehe im Mittelpunkt. „Psychologisches Einfühlungsvermögen, Sensibilität für die jeweilige Situation des Patienten und gute Umgangsformen werden erwartet.

Die MFA ist der ruhende Pol der Arztpraxis, die auch in Stresssituationen und bei starkem Patientenandrang die Ruhe bewahrt. Sie ist die rechte Hand der Ärzte und muss täglich einen vielseitigen, abwechslungsreichen und verantwortungsvollen Aufgabenbereich bewältigen.“

Assistenz bei chirurgischen Eingriffen

Die MFA assistierten bei der Untersuchung, der Behandlung, bei chirurgischen Eingriffen und „helfen bei Notfällen“. Sie betreuten und berieten Patienten vor, während und nach der Behandlung und informierten sie über die Ziele und Möglichkeiten der Vor- und Nachsorge, betont Grütz.

„MFA führen Hygienemaßnahmen und Laborarbeiten durch, wenden Vorschriften und Richtlinien des Umweltschutzes an, organisieren Betriebsabläufe und erfassen erbrachte Leistungen für die Abrechnung.“ Zudem ermittelten sie den Bedarf an Material, arbeiteten mit modernen Informations- und Kommunikationssystemen, „beachten die Regeln des Datenschutzes sowie der Datensicherheit und arbeiten prozessorientiert im Team“.

Für einige Studiengänge kein Abitur notwendig

Die Karrieremöglichkeiten seien vielseitig und reichten von der Spezialisierung im Team über Qualifizierung für zum Beispiel Impf-, reisemedizinische und OP-Assistenz oder Praxismanagement. „Es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten zur Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung und zur Nichtärztlichen Praxisassistentin oder zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen“, so Grütz. Mit abgeschlossener Berufsausbildung und einer mehrjährigen Berufstätigkeit sei für einige Studiengänge auch eine Aufnahme ohne Abitur möglich.

Von Stefan Kirchhoff

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