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Regional Alternatives Gesundheitszentrum Leinehof eröffnet
Nachrichten Wirtschaft Regional Alternatives Gesundheitszentrum Leinehof eröffnet
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20:08 12.09.2014
Von Hanne-Dore Schumacher
Areal Leinehof zwischen Schiefer Weg und Hasengraben: Das Gesundheitszentrum ist bezugsfertig, die Wohnhäuser gegenüber noch im Bau. Quelle: EF
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Im ersten Bauabschnitt haben die Investoren das historische Fabrikgebäude umbauen und restaurieren lassen und „alles erhalten, was erhaltenswert ist“.

„Eine bauphysikalische Herausforderung“ hatte Architekt Matthias Rüger (Architekten Werkstatt) bei Baubeginn im September 2013 erkannt. Altes Fachwerk aus dem Jahr 1895 wurde freigelegt, die Balkenkonstruktion des Dachstuhls erhalten ebenso wie Teile der Fachwerkwände. Mit neuen Stahlstützen, viel Glas, einem Fahrstuhl, barrierefreien Eingängen und einem gemeinsamem Foyer für alle Praxen ist das Gebäude seit Mai bezugsfertig.

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„Das Ergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen“, zieht Investorin Beata Weinhagen Bilanz. Auch mit der Vermarktung der Räume ist sie zufrieden. 80 Prozent der Praxisflächen seien an Physiotherapeuten,Osteopathen, Heilpraktiker, Psychotherapeuten, Kosmetik- und Fußpflegepraxen vermietet. Über die Sommermonate haben alle Mieter ihre Räume bezogen.

Ein gelungenes Beispiel für Bebauung

Auch für die verbleibenden Flächen habe man schon einen Interessenten: die Dienstleistungsgruppe Aquatekten wird voraussichtlich im Erdgeschoss einziehen. Bis zum Jahresende, so kalkulieren die Eheleute Weinhagen, werde auch der Neubaukomplex auf dem Areal zwischen Schiefer Weg und Hasengraben fertiggestellt sein. 80 Prozent der 14 Eigentumswohnungen (Zwei- bis Fünfzimmerwohnungen) seien verkauft. Im Frühjahr 2015 wollen die Gartenarchitekten mit ihrer Arbeit beginnen.

Das Quartier Leinehof ist für Baudezernent Thomas Dienberg (parteilos) ein gelungenes Beispiel für Bebauung in einem dicht besiedelten Gebiet. Stadtnähe, aber auch Klimaschutz aufgrund kurzer Wege hob Dienberg bei der Eröffnungsveranstaltung hervor.

Vor zwei Jahren haben die Weinhagens, die selbst im Quartier leben, das Gelände von Angelika Hesse gekauft. Sie hatte den Betrieb für Zungenstimmen und Labialpfeifen (gegründet 1844) 2006 aus der Insolvenz heraus übernommen. Im März 2012 musste auch Hesse Insolvenz beantragen, und die Firma Giesecke, die ihre Produkte einst weltweit auslieferte, wurde geschlossen.