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Regional Arbeiten am „Solarpark Adelebsen“ beginnen
Nachrichten Wirtschaft Regional Arbeiten am „Solarpark Adelebsen“ beginnen
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18:41 29.11.2011
Von Hanne-Dore Schumacher
Auf dem Dach: Thomas Heinrich und Dinah Stollwerck-Bauer. Quelle: CH
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Adelebsen

40 Handwerker sind auf dem Gelände unterwegs, setzen Dächer der drei riesigen Hallen instand, bauen Gerüste auf, transportieren Module für die Photovoltaik-Anlagen. „Die meisten Handwerker kommen aus regionalen Betrieben“, ist Projektleiter Thomas Heinrich wichtig. Der Diplom-Ingenieur ist in Reinhausen geboren und lebt in Dransfeld. Heinrich war es auch, dem es gelungen ist, den hessischen Investor, die Marburger 3 U Holding AG (Tageblatt berichtete), für das ehemalige Sägewerk-Gelände in Adelebsen zu interessieren. In ganz Deutschland sei man auf der Suche nach Liegenschaften für Solarparks unterwegs.

Auf dem Dach der größten Halle (16 000 Quadratmeter) liegen tausende Unterbaukonstruktionen für die dort geplanten 4450 Module. Ab Januar soll hier Strom erzeugt und in das Eon-Netz eingespeist werden. Noch 2011 müssen die Anlagen installiert sein, um von den bisherigen Konditionen des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) zu profitieren. Auf Hochtouren laufen die Arbeiten für den „Solarpark Adelebsen“ – mit Sitz in Adelebsen. Für den neuen Steuerzahler soll bis Ende Januar die rechtliche Öffnung für Photovoltaik ermöglicht werden. Bisher darf das Gelände ausschließlich von der holzverarbeitenden Industrie genutzt werden.

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Stollwerck-Bauer weiß von allen Fraktionen, dass sie dem Solarpark positiv gegenüberstehen.  Am 13. Dezember findet zudem ab 18.30 Uhr eine Bürgeranhörung im Rathaus statt. „Freiwillig“, betont Stollwerck-Bauer. „Wir wollen alle mitnehmen.“ Wenn die drei Hallendächer bestückt sind, soll im nächsten Schritt das Freigelände (26,5 Hektar) für die Umwandlung von Sonne in Energie genutzt werden. Mit dem Kauf des Klausner-Geländes von der Klausner Niedersachsen GmbH wurden auch 27 000 Quadratmeter Hallenflächen erworben.

25 Mio. Euro will 3U (drei Unternehmer) in den größten Solarpark Südniedersachsens investieren. Vorstand Michael Schmidt spricht von einem „Leuchtturmprojekt“. Der Solarpark soll nach Fertigstellung im Frühjahr 2012 eine Kapazität von 10 Megawatt haben.