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Regional Arbeitslosigkeit liegt bei 5,8 Prozent
Nachrichten Wirtschaft Regional Arbeitslosigkeit liegt bei 5,8 Prozent
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21:12 31.05.2017
Arbeitslosigkeit in der Region liegt neu bei 5,8 Prozent. Das ist der niedrigste Wert für einen Monat Mai seit der Wiedervereinigung. Quelle: DPA
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Göttingen

Gegenüber dem Vormonat sank die Quote um 0,1, im Vergleich zum Mai 2016 sogar um 0,3 Prozentpunkte. Aktuell waren im zurückliegenden Monat 13859 Menschen bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern der Region arbeitslos gemeldet, 250 weniger als im April.

Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl der Arbeitslosen sogar um 512. Im Landkreis Northeim sank die Arbeitslosenquote auf 5,7 Prozent. Gegenüber Mai 2016 beträgt der Rückgang 0,5 Prozentpunkte. Insgesamt waren im Landkreis Northeim im zurückliegenden Monat 3974 Menschen arbeitslos gemeldet, 150 oder 3,6 Prozent weniger als im April und 354 beziehungsweise 8,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Im Landkreis Göttingen waren im Mai 9885 Arbeitslose bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern gemeldet. Gegenüber April sank die Zahl um 100 oder 1,0 Prozent; im Vergleich zum Mai 2016 waren 158 Menschen weniger arbeitslos (1,6 Prozent).

Doch längst nicht alle Arbeitslosen konnten von der positiven Entwicklung der letzten Monate im gleichen Umfang profitieren. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen beispielsweise sank nur geringfügig. Im Agenturbezirk Göttingen sind knapp 40 Prozent der Arbeitslosen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Ihr Anteil an den rund 4800 Arbeitslosen, die 2017 bisher einen neuen Arbeitsplatz gefunden haben, liegt hingegen lediglich bei 7,2 Prozent.

Klaus-Dieter Gläser, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Göttingen, sieht daher die Verbesserung der Chancen von langzeitarbeitslosen Menschen weiterhin als gegenwärtige und zukünftige Herausforderung: „Gemeinsam haben diese Menschen lediglich die längere Zeit der Arbeitslosigkeit. Die Gründe hierfür sind individuell verschieden und oftmals vielschichtig. Deshalb gibt es aus meiner Sicht auch kein Patentrezept, das schnelle Erfolge beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit garantieren könnte.“

Etwa elf Prozent der Arbeitslosen, die von der Arbeitsagentur betreut werden, sind langzeit-arbeitslos, der Anteil in den Jobcentern liegt bei etwa 53 Prozent. „Seit einigen Jahren haben wir einen Schwerpunkt auf die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit gelegt“, erläutert der Agenturchef. „Das bedeutet, dass wir Kunden, die unserer Einschätzung nach verstärkter Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche bedürfen, eine intensivere Betreuung anbieten können. Aber wir haben auch externe Bildungsträger beauftragt, die sich dieser Aufgabe annehmen.“ Ein weiterer Baustein sei eine frühzeitige Qualifizierung.

Darüber hinaus können auch gesundheitliche Einschränkungen, Alter, fehlende Mobilität sowie persönliche Problemlagen die Länge der Arbeitslosigkeit beeinflussen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in der Region bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Im Mai meldeten Wirtschaft und Verwaltung bei der Arbeitsagentur 1351 neue Arbeitsangebote. Das waren zwölf mehr als im April und 59 weniger als im Vorjah-resmonat. Derzeit beläuft sich der Bestand an offenen Arbeitsstellen auf 3881,das sind 91 Stellen weniger als im April und 197 mehr als vor Jahresfrist. Rund 91 Prozent der Arbeitsofferten sind sozialversicherungspflichtig. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im Mai 18914. Damit stieg der Wert um 245 oder um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.