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Regional Arineo-Chef Weinrich: „Haben heute deutlich mehr Aufträge als vor der Krise“
Nachrichten Wirtschaft Regional

Arineo unterstützt die Göttinger-Tageblatt-Kampagne #supportyourlocal

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09:22 17.12.2020
Marko Weinrich, CEO von Arineo.
Marko Weinrich, CEO von Arineo. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Nach dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Göttingen, Rainer Hald, spricht nun auch Arineo-Geschäftsführer Marko Weinrich über #supportyourlocal. Im Interview mit Tageblatt-Redakteur Markus Riese erklärt er, warum Arineo sich dafür stark macht – und wie er über Home Office denkt.

Herr Weinrich, mit Arineo ist ein weiterer starker Partner bei „support your local“ an Bord. Warum ist es Ihnen wichtig, die Aktion zu unterstützen?

Die Corona-Pandemie trifft zahlreiche Unternehmen und somit auch deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hart. Wir als Mitarbeitende eines in Göttingen ansässiges Unternehmen wollen wie viele andere Menschen diesen Unternehmen und somit ihren Angestellten helfen. Selber sind wir durch zahlreiche Göttinger und Göttingerinnen in den vergangenen zwei Jahren großartig unterstützt worden und freuen uns nun, einen kleinen Teil zurückgeben zu können.

Anfang November vermeldeten Sie, dass Arineo auf Wachstumskurs sei und gestärkt aus der Corona-Krise hervorgeht. Wie haben Sie das geschafft, und welche Rolle haben Ihre Mitarbeiter dabei gespielt?

Wir befinden uns in einer Branche, die nach einem ersten heftigen Auftragseinbruch sehr schnell auf online-basiertes Arbeiten und Remote Work umschalten konnte. Unsere Kolleginnen und Kollegen haben zunächst nicht dringliche Aufgaben verschoben und Kurzarbeit genutzt, solange ihre Kundenprojekte ausgesetzt waren. Die vertriebliche Arbeit haben sie währenddessen deutlich intensiviert. So konnten wir schnell wieder hohe Auftragseingänge verzeichnen und haben heute deutlich mehr Aufträge als vor der Krise.

Sie expandieren gerade nach Dänemark. Was versprechen Sie sich von dem neuen Standort?

Unsere neuen Kollegen in Kopenhagen gehören schon länger zu unserem Netzwerk, und mit ihnen wollen wir weitere neue Mitarbeitende finden. Damit wollen wir unsere Kunden in Dänemark vor Ort bedienen und zusätzliche gewinnen. Auch hat Microsoft einen für unser Geschäft wichtigen Standort in Dänemark.

Durch „support your local“ berichtet das Tageblatt über viele kreative Beispiele, wie Unternehmen aus der Region mit der Corona-Krise umgehen. Wie erleben Sie das?

Wir sind von der Kreativität der Mitarbeitenden dieser Unternehmen sehr beeindruckt. Die Menschen entwickeln immer neue Ideen, um das eigene Geschäft fortzuführen oder auch anzupassen. Und wir als weniger stark betroffenes Unternehmen freuen uns, andere unterstützen zu können.

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Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Arineo-Kunden und -Partnern in der Krise? Welche besonderen Herausforderungen hatten Sie 2020 zu meistern?

Vor-Ort-Termine bei unseren Kunden und Partnern waren und sind kaum möglich. Unsere engen Beziehungen und die bewährte vertrauensvolle Zusammenarbeit haben Remote Work und Video-Gespräche in allen Phasen des Aufeinandertreffens zugelassen, das hätten wir vor der Krise nicht für möglich gehalten. Eine wesentliche Herausforderung stellt aber nunmehr das Erhalten der Bindung untereinander dar – intern und extern. Home Office und Remote Work sind hierbei nicht wirklich förderlich.

Der Handel, die Gastronomie, die Hotels, der Tourismus – viele Branchen sind durch Corona besonders hart getroffen. Ihre Einschätzung: Wird 2021 wieder ein vergleichsweise „normales“ Jahr?

Ich würde mich über eine sofortige wirtschaftliche Erholung für die am härtesten betroffenen Branchen sehr freuen, auch wenn das bei den aktuellen Zahlen der Corona-Neuerkrankungen völlig unrealistisch ist. Aus heutiger Sicht glaube ich für eine Vielzahl der hart getroffenen Branchen nicht an ein Vor-Krisen-Niveau vor Mitte 2021. Und das bedeutet, die Unternehmen benötigen weiterhin Hilfen des Staates. 2021 wird frühestens zum Sommer wieder ein vergleichsweise „normales“ Jahr.

Abgesehen von „support your local“: Wie hat Arineo andere sonst noch bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt?

Wir haben kostenlos Software-Lösungen eingeführt und deren Nutzung geschult, um die Organisationen und Unternehmen Home-Office-fähig zu machen. Wir hatten weit mehr Spendenanfragen als erwartet, und unser Unternehmen hat an Corona-Betroffene auch weit mehr gespendet als zunächst geplant. Es war und ist uns eine Freude, damit helfen zu können. Schließlich ist es keine besondere Fähigkeit unseres Unternehmens, in dieser Krise zu den wenig Betroffenen zu gehören – sondern nur Glück.

Von Markus Riese