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Regional Auch 2012 kein Zusatzbeitrag bei AOK Niedersachsen
Nachrichten Wirtschaft Regional Auch 2012 kein Zusatzbeitrag bei AOK Niedersachsen
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20:08 06.07.2011
Die Versicherten der AOK Niedersachsen müssen auch 2012 keine Zusatzbeiträge zahlen. Quelle: dpa
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Hannover

Für das laufende Jahr erwartet die Krankenkasse aber wieder einen deutlichen Überschuss, sagte Vorstandschef Jürgen Peter am Mittwoch in Hannover. Das Minus habe 2010 zudem unter den Annahmen des Haushaltsplans gelegen, der sogar ein negatives Ergebnis von 127 Millionen Euro prognostiziert hatte.

Grund für den Verlust im vorigen Jahr seien unter anderem geringere Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds und hohe Investitionen in die elektronische Datenverarbeitung gewesen, erklärte Peter. In diesem Jahr solle jedoch ein Überschuss von 35,7 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Ein wichtiger Grund für diese Erholung sei, dass einige Kunden wegen der Zusatzbeiträge bei konkurrierenden Krankenkassen zur AOK wechselten.

Auch die Fusion mit der niedersächsischen Innungskrankenkasse (IKK) im Frühjahr 2010 habe sich trotz der hohen Kosten positiv ausgewirkt. „Wir sind von 2,14 Millionen auf 2,45 Millionen Versicherte gewachsen“, berichtete Peter. Damit habe die AOK ihren Marktanteil in Niedersachsen zwischen 2009 und 2010 von 30 auf 35 Prozent erhöht. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 6000 auf 6755.

„Unser Ziel ist es, auch im Jahr 2013 den Zusatzbeitrag auszuschließen“, sagte Peter. Dies hänge jedoch auch von den politischen Rahmenbedingungen und der weiteren Debatte über die Finanzierung des Gesundheitssystems ab. „Die Lücke im Gesundheitsfonds wird wohl noch weiter aufklaffen“, so der AOK-Chef.

Die meisten Ausgaben flossen bei der AOK Niedersachsen im Jahr 2010 in Krankenhausleistungen (2,24 Milliarden Euro), gefolgt von Kosten für Medikamente (1,14 Milliarden Euro) und von Arzthonoraren (1,03 Milliarden Euro). Peter hielt weitere Zusammenschlüsse unter den Krankenkassen in Niedersachsen in naher Zukunft für unwahrscheinlich. Der Trend zu immer größeren Unternehmen werde insgesamt aber anhalten: „Der Fusionsdruck wird größer werden.“

dpa

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