Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Auf der Siekhöhe zerbricht der Spiegel
Nachrichten Wirtschaft Regional Auf der Siekhöhe zerbricht der Spiegel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 14.09.2012
Anzeige
Göttingen

Kagami Wari, „Zerbrechen des Spiegels“, heißt das japanische Ritual, mit dem der amerikanische Medizinproduktehersteller NxStage Medical und die Firma Asahi Kasei Medical aus Tokyo die Eröffnung ihres gemeinsamen Fabrikneubaus am Anna-Vandenhoeck-Ring feiern. Einen zweistelligen Millionenbetrag haben die Japaner in die Errichtung ihres ersten Produktionsstandortes in Europa investiert, berichtet Unternehmenschef Yutaka Shibata. NxStage liefert das Know-how.

Y. Shibata

Das Göttinger Werk stellt Hohlfaserdialysatoren her, also die Teile, in denen bei der Dialyse (Nierenersatztherapie) die Blutreinigung stattfindet. Das Besondere: Die kleinen NxStage-Geräte stehen beim Patienten zu Hause. Er braucht nicht alle zwei Tage ins Krankenhaus zu fahren, sondern kann sich daheim selbst an das Gerät anschließen. Das ist nicht nur bequemer für den Patienten, sondern steigert auch seine Lebenserwartung um 13 bis 17 Prozent, versichert NxStage-Chef Jeffrey Burbank. Seit 2005 verkauft das Unternehmen die Geräte. Die Kunden sitzen bisher vor allem in den USA und der angelsächsischen Welt. In Deutschland gibt es erste Gespräche mit Krankenkassen über die Finanzierung.

J. Burbank

Die Investoren sehen große Wachstumschancen. Die Zahl der Dialysepatienen soll sich in den nächsten zehn Jahren auf vier Millionen Menschen verdoppeln. Erweiterungsflächen sind auf der Siekhöhe vorhanden, erklärt der Göttinger Werksleiter Martin Stillig.

M. Stillig

Von Michael Caspar