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Regional Auszubildende der Carl Zeiss GmbH als bundesbeste Absolventin geehrt
Nachrichten Wirtschaft Regional Auszubildende der Carl Zeiss GmbH als bundesbeste Absolventin geehrt
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16:19 01.12.2017
Laura Krebs, hier an ihrem Arbeitsplatz bei Zeiss in Göttingen. Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

„Mein Ziel war es, einfach die Prüfungen am Ende zu bestehen“. Diese bescheidene Zielsetzung übertraf Feinoptikerin Laura Krebs in vielfacher Hinsicht. Am Montag, 4. Dezember, wird die Zeiss-Auszubildende als bundesbeste Absolventin 2017 geehrt.

Bereits in der Schule konnte Krebs mit überdurchschnittlichen Leistungen glänzen. Ihren Abschluss auf der Lorenz-Kellner-Schule Heilbad Heiligenstadt machte sie mit einem Durchschnitt von 1,4. Durch ein Gespräch mit der Ausbildungsleitung von Zeiss auf dem Göttinger Informationstag der GöBit wuchs bei Krebs das Interesse, sich als Feinoptikerin ausbilden zu lassen. Nachdem sie während eines zehntägigen Praktikums während ihrer Schulzeit das Unternehmen kennengelernt hatte, entschied sich Krebs schließlich endgültig. „Ich muss den meisten erstmal erklären, dass Feinoptik gar nichts mit Augenoptik zu tun hat. Das dauert schon einmal eine Zugfahrt von Heilbad Heiligenstadt nach Kassel“, sagt Krebs schmunzelnd. Die Unterstützung durch das Unternehmen Zeiss sei unglaublich hilfreich gewesen. „Ohne die gute Zusammenarbeit hätte ich es nicht geschafft“, betont sie. Das Engagement der 20-Jährigen zahlt sich nun mit einer unbefristeten Festanstellung bei Zeiss aus.

Um die Ausbildung bei Zeiss erfolgreich zu beenden, müssen insgesamt drei Prüfungsteile der Industrie- und Handelskammer-Abschlussprüfung erfolgreich abgeschlossen werden. Beim Praxisteil fertigte Krebs ein Pentaprisma an, ein fünfseitiges Prisma. Das eigenständige Arbeiten würde ihr am besten liegen, sagte die 20-Jährige. Zu der Ausbildung gehören allerdings auch die Beherrschung sogenannter CNC-Programme, mit denen Werkstücke gefräst und graviert werden können.

In Göttingen werden vor allem Komponenten für die Mikroskopie hergestellt. Krebs fertigt zusammen mit Kollegen die Linsen für Mikroskope an. Zusammen mit Mathias Kreutzmann, der in der Unternehmenskommunikation von Zeiss tätig ist, stellte Krebs ihre Abteilung vor, die sogenannte Feinkitterei. Dort werden bereits geschliffene Linsen drei- oder mehrteilig zusammengefügt. Je mehr Teile das Stück enthält, desto präziser muss die Arbeit sein. Der Kleber, der zwischen den Linsen verwendet wird, trocknet in sechs Stunden, sodass es wichtig ist, die Arbeitszeiten einzuhalten, um zwei fertige Sätze an Linsen pro Tag herstellen zu können. Krebs müsse dabei besonders darauf achten, dass keine Blasen oder kein Schmutz zwischen die Linsen gerät. Blasen können mit einem sogenannten Stempel entfernt werden. „Es ist eine sehr schwierige aber schöne Arbeit“, betonte Krebs. Ihr gefalle besonders, dass es jeden Tag neue Herausforderungen gebe. Allerdings dauere es vier Jahre, um wirklich alle Fähigkeiten für diesen Beruf zu erwerben.

Die Nachfrage auf die wenigen Ausbildungsplätze sei steigend, betonte Miriam Eichler aus der Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens. Auf 150 freie Plätze für das im September 2018 beginnende Ausbildungsjahr würden 500 Bewerbungen entgegengenommen werden. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 343 Azubis im technischen, kaufmännischen und dualen Bereich. Zusätzliche Leistungen wie Sprachkurse und freiwillige Ausflüge seien „verlockende Angebote für jeden Auszubildenden“. Außerdem würde das Unternehmen einen besonderen Fokus auf die Digitalisierung legen. Zeiss hat, zusammen mit der Zweigstelle in Göttingen, Standpunkte in Oberkochen und Jena. Die Auszubildenden haben innerhalb ihrer Beschäftigungszeit die Möglichkeit für einige Tage den Arbeitsbetrieb der anderen Zweigstellen kennen zulernen.

Am Montag, 4. Dezember, wird schließlich zum zwölften Mal die „Nationale Bestenehrung in IHK-Berufen“ organisiert, zu der auch Krebs eingeladen ist.

Von Lisa Hausmann

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