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Regional Auszubildende von Thimm gründen Start-up
Nachrichten Wirtschaft Regional Auszubildende von Thimm gründen Start-up
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19:34 27.08.2018
Thimm-Azubis stellen in Northeim ihr neues Start-up vor. Quelle: Swen Pfšrtner
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Northeim

Erst seit drei Wochen seien die Auszubildenden des Jahrgangs 2018 bei Thimm. Sie hätten Einblicke in das Unternehmen bekommen sowie Arbeitsweisen und Sicherheitsstandards kennengelernt. Danach habe bereits das selbstständige Arbeiten begonnen, sagt Doris Roddewig, Referentin für Ausbildung bei der Firma Thimm.

Schnell ein funktionierendes Team gebildet

Die 16 Auszubildenden aus verschiedenen Unternehmensteilen hätten die Aufgabe bekommen, ein Konzept für ein eigenes Start-up zu entwickeln. Als Start-up gelten kleine Unternehmen, die sich mit einer innovativen Geschäftsidee einen neuen Markt zu erschließen versuchen. „Obwohl es anfangs schwierig war, 16 verschiedene Meinungen und Ideen zu vereinen, konnten wir schnell ein gut funktionierendes Team bilden“, berichtet die Auszubildende Sarah Meißner. Colin Hogreve ergänzt: „Wir kannten uns alle nicht, aber es hat Spaß gemacht, gemeinsam und eigenverantwortlich an dem Projekt zu arbeiten“.

Alternative zur Kunststofffaser

Es habe sich bald gezeigt, dass es beim Thema „Reisen“ das größte Potenzial für ein neues Produkt gäbe. Das Start-up erhielt deshalb den Namen „Thimm Travel“. Die Idee, die sich am Ende durchgesetzt hat, ist der sogenannte „ShellTHer“ - eine Strandmuschel aus Wellpappe. Strandmuscheln sind einfache Zelte, die am Strand als Sonnen- und Windschutz genutzt werden können. Der Aufbau herkömmlicher Strandmuscheln sei jedoch oft kompliziert, und sie bestünden aus Kunststofffasern. Ziel des Projekts sei deshalb gewesen, ein leicht aufzubauendes und umweltfreundliches Produkt zu entwickeln, erklärten die Auszubildenden während der Präsentation. Das Kunstwort „ShellTHer“ leitet sich vom englischen Begriff „Shelter“ (deutsch: Zuflucht) ab und wird ergänzt durch ein zweites „L“ für „Shell“ (deutsch: Muschel). Das groß geschriebene „TH“ in der Mitte steht für das Unternehmen Thimm.

Weitere Produkte bereits in Planung

Bei der Strandmuschel soll es jedoch nicht bleiben: Das junge Unternehmen plane bereits weitere Produkte, wie die Azubis ankündigten. „Das Start-up ‚Thimm Travel‘ läuft unter der Dachmarke Thimm Group und bildet einen neuen Geschäftsbereich. Das Ziel ist es, den Kunden rund um Outdooraktivitäten mit Pappprodukten zu versorgen. Angefangen bei der Shampoo-Flasche, bis hin zur Strandmuschel aus Wellpappe ist alles möglich“, heißt es hierzu von Seiten des Unternehmen Thimm.

Erste Konzepte waren „viel zu kompliziert“

Am Anfang seien es vor allem technische Herausforderungen gewesen, mit denen die Auszubildenden zu kämpfen gehabt hätten. „Unsere ersten Konzepte waren viel zu kompliziert und nicht nutzerfreundlich“, erzählt der Auszubildende Yamo Ruzzi. „Am Ende konnten wir aber ein Produkt entwickeln, dass sowohl einfach aufzubauen war, als auch unseren Qualitätsansprüchen genügte.“

Jeder Azubi bringt 2000 Euro als Anteil an

Nach der Entwicklung von „ShellTHer“ folgte die Gründung des Unternehmens „Thimm Travel“. Das Start-up benötigte Büros, Produktionsräume und Ausrüstung. Dafür hätten die Jugendlichen Räumlichkeiten in der Nähe des Güterbahnhofs angemietet. Zur Finanzierung habe jeder der Auszubildenden 2000 Euro als Anteil mit in das Unternehmen gebracht; die laufenden Kosten werden bis auf Weiteres vom Mutterkonzern getragen, erklärten die Unternehmensgründer bei ihrer Präsentation.

Bei der Vermarktung ihres Produkts wollen die jungen Erwachsenen besonders auf die sozialen Medien setzen. „ShellTHer“ soll bereits im kommenden Jahr erhältlich sein und online vertrieben werden.

Von Max Brasch

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