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Regional Die China-Verbindung intensivieren
Nachrichten Wirtschaft Regional Die China-Verbindung intensivieren
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21:10 23.11.2016
Von Sven Grünewald
Chinesischer Empfang für die Northeimer Schülergruppe am Flughafen von Hefei.
Chinesischer Empfang für die Northeimer Schülergruppe am Flughafen von Hefei. Quelle: r
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Northeim

Chinesisch als Unterrichtsfach und mögliches Abiturfach am Wirtschaftsgymnasiumszweig und die duale Ausbildung zum China-Kaufmann - die BBS 1 in Northeim hat sich ein gewisses Alleinstellungsmerkmal aufgebaut. Während in der Ausbildung dreiwöchige Praktika in China Pflicht sind, findet im Schulzweig ein freiwilliger Studienaufenthalt statt. 16 Northeimer Schüler sind gerade von ihrem vierzehntägigen China-Aufenthalt zurückgekehrt.

„Das Hauptziel ist, China kennenzulernen“, sagt Lehrer Peter Beushausen. „Wir machen ein zweigeteiltes Programm. Wir besuchen die Hauptsehenswürdigkeiten wie Peking oder die große Mauer und anschließend unsere Partnerschulen in der Provinz Anhui.“ Mit etwa 500 Lehrern und 10 000 Schülern sind diese bedeutend größer als die hiesigen Schulen. Dort steht der Kontakt zu den Schülern und die Erfahrung von chinesischem Unterricht im Vordergrund. In China sei man sehr an den Erfahrungen aus dem dualen System interessiert, so Beushausen.

Mit Schülerfirmen zusammenarbeiten

2015 wurde bereits eine weitergehende Zusammenarbeit der auf beiden Seiten bestehenden Schülerfirmen vereinbart. Nun hat die konkrete Arbeit von Schülern an den Konzepten begonnen. „Wir hatten die Idee, mit den Schülerfirmen zwischen den Ländern im Bereich Import-Export zusammenzuarbeiten“, sagt Beushausen. „Unsere und die chinesischen Schüler sollen so Erfahrungen sammeln, wie der Import aus dem jeweils anderen Land funktioniert.“ Etwa, welche Waren gehandelt werden dürfen, wie die Zollbestimmungen aussehen oder wie Rechnungen zu schreiben sind. „Wir wollen damit kein Geld verdienen.“

Im Gegenteil könne man sich vorstellen, die Dienstleistungen aus der Zusammenarbeit regionalen Unternehmen anzubieten.sg