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Regional Barteroder Feinkost investiert 3,8 Millionen Euro
Nachrichten Wirtschaft Regional Barteroder Feinkost investiert 3,8 Millionen Euro
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18:02 22.01.2010
Klares Bekenntnis zu Südniedersachsen: Der Bayer Thomas Loibl stellt seine Pläne für den Standort Barterode vor. Quelle: Hinzmann
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„Wir sind auf Expansion angelegt“, erklärt Thomas Loibl die Strategie des Hauses. Jahr für Jahr soll die Firma beim Umsatz zweistellig zulegen. 2009 sei die Rechnung (nach einem schwachen Jahr 2008) aufgegangen. Um Wachstum zu erreichen, setze man künftig auf eine Fünf-Säulen-Strategie. Unter dem Motto „Marken aus guter Familie“ fertige das Unternehmen am Produktionsort An der Auschnippe „zielgruppenorientiert“ fünf Produktgruppen. Loibl erklärt: „Teufelsküche“ für männliche Fleischesser, „Indonesia“ für Freunde asiatischer Küche, „Barteroder Feinkost“ für einkommensstärkere Genießer, „Quadriga“ mit klassischen Eintöpfen und Suppen für Familien und Singles, „No wonder“ mit leichter Küche für den weiblichen Konsumenten. Alles Premiumfertiggerichte „made in Germany“, darauf legt Inhaber Loibl Wert.

In diesem Jahr sollen um die 25 neue Produkte in Konserven, als Tiefkühlkost oder im Glas auf den Markt kommen. Mitte Februar starten als erstes die Vertriebsaktivitäten für drei Pasta-Saucen, zur Fußball-Weltmeisterschaft dann soll es afrikanische Grillsaucen geben, sieht die Planung vor. Bei der Vermarktung der Barteroder Produkte hilft Starkoch Eckart Witzigmann.

Platz fürs Bihunfest

Für die Umsetzung der ambitionierten Ziele hat Thomas Loibl 3,8 Millionen Euro investiert. In sechs Wochen wird eine neue, im Bau befindliche Lagerhalle mit 900 Quadratmetern bezogen, im Frühjahr 2011 eine weitere Halle mit 3500 Quadratmetern. Die Bauanträge für das zweite Projekt werden in den kommenden Wochen beim Landkreis eingereicht. Über 30 Hektar Fläche verfügt die Barteroder Feinkost GmbH in der Gemarkung des Fleckens Adelebsen, Raum genug für weitere Expansionspläne, sagt Loibl, aber auch für das legendäre Bihunsuppenfest. „So viel Platz lassen wir uns“, versichert der Unternehmer, dessen Firma im Oktober zum 35. Mal Tausende Suppenfreunde in Barterode erwartet. Dort werden außer dem Renner und dem Ursprungsprodukt der Firma, der Indonesia-Bihunsuppe, alle neuen Produkte zum Probieren angeboten.

In Maschinen werde zudem investiert und in ein neues Tiefkühllager, berichtet der 43-jährige Münchner, der zum Jahreswechsel die bayerische Vertriebstochter Euroglobe ins Stammunternehmen integriert hat.
Die Barteroder Feinkost GmbH beschäftigt 100 Mitarbeiter in Produktion, Verwaltung und Vertrieb und bildet in drei Lehrberufen aus – Industriekaufleute, Anlagen- und Maschinenführer, Fachkraft für Lebensmitteltechnik.

Von Hanne-Dore Schumacher

Hanne-Dore Schumacher

Die Lebensmittelbranche ist knallhart. Ein weiter Weg ist es vom Erzeuger zum Verbraucher, ein Kraftakt von der Produktion in die Regale des Einzelhandels. Das kostet Nerven und viel Geld, benötigt Beziehungen, Netzwerke und einen exzellenten Vertrieb. Die Verhandlungspartner im Lebensmittelhandel werden immer weniger, der Konzentrationsprozess drückt auf die Preise. Um so mutiger, wenn die Barteroder nach einem schlappen Jahr 2008 eine Millioneninvestition wagen – in Barterode, nicht etwa in München. In Bayern hat Thomas Loibl zumindest betrieblich die Zelte abgebaut, die Vertriebsfirma aufgelöst und in Südniedersachsen integriert. Während über dem Berg bei Klausner alle Maschinen stillstehen, setzt Loibl auf Expansion. Der Landkreis weiß die Entscheidung zugunsten der Region zu schätzen. Bauherr Loibl fühlt sich gut aufgehoben, bereut die Wahl des Firmensitzes nicht. Baugenehmigungen werden zügig erteilt, lobt der Unternehmer die Zusammenarbeit. Loibl dankt es mit Verdopplung der Belegschaft in wenigen Jahren und mit Lehrstellen.

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