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Regional Barteroder Feinkost wird zu Athalevo
Nachrichten Wirtschaft Regional Barteroder Feinkost wird zu Athalevo
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18:34 12.02.2016
Von Mark Bambey
Produktionsstandort Barterode bleibt bestehen: Dank zweier Finanzinvestoren beschäftigt die Athalevo in Barterode 54 Mitarbeiter. Quelle: Hinzmann
Barterode

„Ich bin sehr erleichtert, dass wir den Betrieb fortführen können. Das ist eine gute Nachricht für den Landkreis Göttingen und die Gemeinde Adelebsen“, sagte Loibl.  Gemeinsam mit Insolvenzverwaltern Peter Steuerwald und „engagierter Begleitung der Sparkasse Göttingen“  sei seit Anmeldung der Insolvenz am 1. Juli 2015 mit Hochdruck an einer Lösung für den Suppenspezialisten gearbeitet worden.

Der Fokus habe auf der Erhaltung der Arbeitsplätze am Produktionsstandort Barterode gelegen. „Wir haben zwei Privatinvestoren gefunden, es sind reine Finanzinvestoren. Insgesamt gab es mehr als zehn potenzielle Interessenten“, so Loibl.
Dabei gelang die „Rettung in letzter Minute“, wie Steuerwald betonte: „Wir haben zwar viele Gespräche geführt, doch es fand sich lange kein passender Investor. Das war jetzt der letzte Ausweg, und wir sind froh, dass es noch gepasst hat. Sonst hätten wir den Betrieb schließen müssen.“

Um das Unternehmen zukünftig profitabel zu führen, wurden teilweise einschneidende Veränderungen vorgenommen. Von ursprünglich mehr als 160 Produkten, die die Barteroder Feinkost produzierte, sind nach Aussagen Loibls noch „etwa 110 im Programm“. Auch in Sachen Mitarbeitern gab es einen Schnitt. Von ursprünglich 100 Beschäftigten sind noch 54 unter Vertrag. „Wir mussten aber nur sehr wenige Kündigungen aussprechen. Alles lief sehr sozialverträglich“, unterstreicht Loibl.

Thomas Loibl Quelle: Hinzmann

Trotz der insolvenzbedingten Unsicherheiten der vergangenen Monate habe das Unternehmen von seinen Handelskunden viel Unterstützung erfahren. So konnten beispielsweise alle nationalen Listungen der Bihunsuppe im markenführenden Handel erhalten werden. „Unser Fokus wird in den kommenden Monaten auf der Sortiments- und Distributionsarbeit für die Marken Indonesia und Barteroder Feinkost liegen.

Wir wollen den Umsatz unserer Marken steigern“, betont Loibl. Aktuell arbeiteten die Mitarbeiter der hauseigenen Produktentwicklung an der neuen „Indonesia Soja-Würzsauce“, die in Barterode beim Kochen der asiatischen Suppen als wichtige Geschmacksabrundung eingesetzt wird. Schon bald soll es die Würzsauce für den heimischen Gebrauch in der Glasflasche im Handel geben.

Die Barteroder Feinkost GmbH wird hingegen „abgewickelt“, wie Steuerwald mitteilte.  Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September 2015 sei der Betrieb im geöffneten Verfahren fortgesetzt worden. Die Forderungen der mehr als 200 Gläubiger belaufen sich auf mehr als 7,5 Millionen Euro. 

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