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Regional Beckers Bester verzichtet auf PET-Verpackungen
Nachrichten Wirtschaft Regional Beckers Bester verzichtet auf PET-Verpackungen
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00:32 27.04.2018
Beckers Bester verzichtet in Zukunft auf PET-Verpackungen und setzt auf Glasflaschen und Kartons.
Beckers Bester verzichtet in Zukunft auf PET-Verpackungen und setzt auf Glasflaschen und Kartons. Quelle: r
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Lütgenrode

Mit diesem Schritt wolle Beckers Bester „Verantwortung für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen“ übernehmen, wie Pressesprecher Jörg Schwarz mitteilt. Der Saft sei sowieso schon in Glasflaschen und Kartons verkauft worden, nun würden alle Säfte so verpackt. Eine neue Verpackung gebe es nicht. „Wir haben gerade im Sommer 2017 unser neues Layout eingeführt“, erklärt Schwarz. Da seien sie noch in der Umstrukturierung: Nach und nach werden alle Saftverpackungen auf das neue Layout umgestellt.

Glasflaschen nicht immer praktisch

Weil Glasflaschen für die Kunden nicht immer praktisch seien und es immer wieder Situationen gebe, in denen eine leichte Einwegverpackung praktischer sei, konzentriere sich das Unternehmen auch auf Kartonverpackungen, die als ökologisch vorteilhaft gelten, teilt Beckers Bester mit. Das Unternehmen mit Sitz in Lütgenrode, einem Ortsteil des Fleckens Nörten-Hardenberg, produziert seit 90 Jahren Fruchtsäfte.

Hintergrund der Entscheidung gegen PET-Verpackungen sei die große Produktion von Plastikmüll: Jeder Deutsche produziere jährlich 37,4 Kilogramm Plastikmüll, teilt das Familienunternehmen mit. Dadurch verschmutzten die Weltmeere immer stärker, Mensch und Tier werden immer mehr von Mikroplastik in der Nahrung und im Wasser belastet.

„Uns ist bewusst, dass jede Form der landwirtschaftlichen Produktion von Lebensmitteln einen Eingriff in die Natur darstellt. Daraus leitet sich eine entsprechende Verantwortung für uns ab, der wir uns jeden Tag aufs Neue stellen wollen“, betont Sebastian Koeppel, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens und Urenkel der Gründerin Bertha Becker. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Zustand, den man von einem auf den anderen Tag erreicht, sondern ein ständiger Prozess.“

Ziel: Nachhaltige Produktionsweise

Eine möglichst ökologische und nachhaltige Produktionsweise sei ihm wichtig, so Firmenchef Koeppel. Bereits vor mehr als 30 Jahren begann das südniedersächsische Familienunternehmen laut eigenen Angaben damit, seine Industrieabwässer selbst aufzubereiten. Die benötigte Dampfenergie werde seit mehr als zehn Jahren mit Schnittresten im eigenen Holzhackschnitzelheizkraftwerk erzeugt. Seit etwa drei Jahren produziere Beckers Bester außerdem CO²-neutral und verwende seit einem Jahr ausschließlich Ökostrom. Zudem lasse Firmenchef Koeppel zehn Prozent seiner Belegschaft – auch sich selbst – zum Imker ausbilden, um angesichts des Rückgangs der heimischen Bienenpopulationen einen Beitrag für den Naturschutz vor Ort zu leisten.

Von Hannah Scheiwe/r

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