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Regional Bewusstsein geschärft
Nachrichten Wirtschaft Regional Bewusstsein geschärft
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21:54 20.01.2016
Birgitt Witter-Wirsam, Torsten Sure und Susanne Heller (v.l.) machen sich für den lokalen Einzelhandel stark. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

„Wir finden, dass die Kampagne sehr erfolgreich lief“, sagt Susanne Heller, Inhaberin von Betten Heller. Knallig orangefarbene Plakate und Anzeigen sollten den Käufern bewusst machen, dass ihr Kaufverhalten einen weitreichenden Einfluss hat. Denn an den zumeist inhabergeführten Fachhändlern vor Ort hängt einiges: Wertschöpfung, Steuern, Sponsoring, Ausbildungs-. und Arbeitsplätze.

Dass es sich um eine sehr sinnvolle Kampagne gehandelt hat, davon ist auch Frederike Breyer, Geschäftsführerin von ProCity, überzeugt. „Das Internet kann vieles nicht abdecken – das Sinnliche, Passgrößen oder Stoffqualitäten.“
„Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen, auch nach dem Ende der Kampagne“, so Heller.

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Hauptsächlich hätten sich Kollegen gemeldet, aber natürlich auch Kunden, die dadurch angeregt nachgedacht hätten, was in den letzten 15 Jahren im Handel passiert ist. „Denen wurde bewusst, was die eigene Kaufentscheidung für Konsequenzen hat. Damit haben wir unser Ziel erreicht.“ Selbst, wenn es sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt.

Als Kampagne gegen Online wollten die drei Unternehmen ihre Initiative nicht verstanden wissen, schließlich nutzen sie selbst die digitalen Möglichkeiten – sei es über einen Onlineshop oder eine breitere virtuelle Angebotsvielfalt in der Beratung im Laden. „Das Internet hat ja sehr viel Gutes, nur die Einkäufe dort sollte man sich überlegen“, so Heller.

Mit der Kampagne ist für Susanne Heller, Torsten Sure, Geschäftsführer von Lünemann, und Birgitt Witter-Wirsam, Geschäftsführerin von Holzland Hasselbach, allerdings nicht Schluss. Die Folgeaktivitäten sollen jedoch auf mehrere Schultern verteilt werden. Die Suche nach Partnern läuft, mit den Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis sowie dem Oberbürgermeister seien schon Gespräche geführt und Unterstützung zugesagt worden.

„Wir haben weitere Ideen, die über das reine Marketing hinausgehen“, sagt Susanne Heller. „Aber die sind noch nicht spruchreif.“ Zusammen mit ProCity und anderen Partnern soll überlegt werden, was an Aktivitäten sinnvoll, umsetzbar und finanzierbar ist. Parallelstrukturen zum innerstädtischen Einzelhändler-Netzwerk ProCity will man jedoch vermeiden. „Das wäre zusätzliche Arbeit und Verschwendung von Ressourcen“, betont Heller.

Breyer pflichtet bei: „Je mehr gemeinsame Aktionen, desto größer die Wahrnehmung.“

Von Sven Grünewald