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Regional Breitband-Frühstück trifft den Nerv der Göttinger Unternehmer
Nachrichten Wirtschaft Regional Breitband-Frühstück trifft den Nerv der Göttinger Unternehmer
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00:19 24.06.2018
GWG-Geschäftsführerin Ursula Haufe zieht zufrieden Bilanz. Quelle: r
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Göttingen

Mit dem dritten Breitband-Frühstück ist am Donnerstagmorgen eine kleine Veranstaltungsreihe zu einem großen Thema zu Ende gegangen. Als Ausrichterin zog die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) zufrieden Bilanz und freute sich über 130 Besucher.

„Die angeregten Diskussionen haben uns verdeutlicht, dass das Thema Breitband-Versorgung sehr aktuell und von großem Interesse ist. Unser Ziel war es, die Teilnehmer von Standortgemeinschaften zu überzeugen, um sich gemeinsam für das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus mit Glasfaseranschlüssen in den Industrie- und Gewerbegebieten einzusetzen“, sagte Ursula Haufe. Und die GWG-Geschäftsführerin konnte auch am Donnerstagmorgen zufrieden auf das Abschluss-Frühstück im Hotel Rennschuh blicken. Denn besonders die Vertreter des Gewerbegebiets an der Siekhöhe nutzen die Möglichkeit, sich zu vernetzen. In den Räumen der LaVision GmbH am Anna-Vandenhoeck-Weg 19 soll sich zeitnah zusammengesetzt werden, um Potenziale für eine gemeinsame Strategie zu erarbeiten.

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Dies ist ein Vorgang, den Haufe auch bei den zwei vorangegangenen Treffen in Grone und am Lutteranger beobachtet hat. „Wir sind mit 130 Anliegern und Eigentümern ins Gespräch gekommen. Einige Teilnehmer haben bereits in ihren Quartieren Standortgemeinschaften gebildet und konnten durch diese Vernetzung eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Telekommunikationsanbietern erreichen“, verriet Haufe, die vor Ort auf die Hilfe ihres aus Marie Schügl und Nicola Fehr bestehenden Teams zurückgreifen konnte.

Die Geschäftsführerin betonte dabei, dass die GWG die Entwicklung in Göttingen mit großer Aufmerksamkeit verfolge. Obwohl die Versorgungssituation im nationalen Vergleich durchaus gut sei, sehe sie weiteres Verbesserungspotential für eine zukunftssichernde Anbindung der Göttinger Unternehmen. Während der drei Veranstaltungen sei angesprochen worden, dass die Versorgung teilweise nicht den offiziell herausgegebenen Anschlusswerten entspreche und nicht auf die individuellen Bedarfe zugeschnitten ist. Als Experte berichtete Dr. Johannes Loxen im nie langweilig werdenden Infotainment-Stil über das Thema „Wie viel Breitband braucht man wirklich“. Der SerNet-Chef informierte kurz über die verfügbaren technischen Anschlüsse und skizzierte die Möglichkeiten eines Ausbaus. Dabei stichelte er punktuell gegen die großen Kommunikationsanbieter und verwies auf den Göttinger Telefon- und Internetanbieter Goetel als Alternative.

Entstanden ist die Idee des Breitband-Frühstücks aus den Ergebnissen einer 2015 erfolgten Untersuchung. Mit einer Unternehmerbefragung bei kleinen und mittelständischen Betrieben hatte die GWG den aktuellen Informationsbedarf abgefragt. Auch das Forum Göttinger Unternehmer – ein sich unter GWG-Führung zweimal im Jahr treffendes Netzwerk – baut im Themenplan auf diese Untersuchung auf.

Von Mark Bambey

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