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Regional „Business-Treff“: Forum für mittelständische Unternehmer in Nörten-Hardenberg
Nachrichten Wirtschaft Regional „Business-Treff“: Forum für mittelständische Unternehmer in Nörten-Hardenberg
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00:26 23.02.2015
Sprechen ungezwungen über Krisen und wie man sie bewältigt: Samuel Koch und Maximilian von Düring (von links).
Sprechen ungezwungen über Krisen und wie man sie bewältigt: Samuel Koch und Maximilian von Düring (von links). Quelle: Theodoro da Silva
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Nörten-Hardenberg

Die Veranstaltung im Hardenberg Atrium besuchten rund 200 Unternehmer und Gäste aus der Region, um sich über mittelständische Themen auszutauschen und zu vernetzen.

Jörn Kater, Leiter des BVMW-Kreisverbandes Göttingen, Northeim, Osterode und Holzminden, hob in seiner Begrüßung die Bedeutung des Mittelstandes für die Wirtschaftskraft der Region und ganz Deutschland hervor. „99,6 Prozent aller deutschen Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen, die einen Anteil von 83,2 Prozent an der Lehrlingsausbildung haben“, so Kater. Aufgabe des BVMW sei vor allem die Vertretung mittelständischer Interessen in der Politik sowie die  Stärkung regionaler Wirtschaftsräume. Kater machte sich für eine dichtere Vernetzung von Unternehmen in Südniedersachsen stark: „50 Kilometer zwischen Göttingen und Holzminden sollten in einer globalisierten Welt kein Hindernis mehr sein.“

Zudem verkündete Kater einen Wechsel im BVMW-Unternehmer-Beirat: Nach ihrem Wechsel zu der Stadtwerke Göttingen AG hat Claudia Weitemeyer den Beirat verlassen. Neu hinzu kommen Dirk Lange von Lange und Ingenieure sowie Dirk Brüninghaus von der Brauerei Allersheim GmbH.

Im Anschluss sprachen Koch und von Düring vor den Unternehmern zum Thema „Die Krise als Chance“. Koch, der seit dem Abschluss seiner Schauspielausbildung im vergangenen Jahr beim Staatstheater Darmstadt unter Vertrag ist, beantwortete vor allem Fragen zu seinem Alltag. „Ich wusste lange Zeit nicht wohin mit mir“, so Koch, der sich heute „vor allem mit Rentnerdingen wie lesen oder schreiben“ befasst – das Gespräch mit von Düring war informell und humorvoll. Von Düring sorgte für einen Brückenschlag zu wirtschaftlichen Themen. Anhand eines Modells des amerikanischen Wirtschaftsberaters Simon Sinek bezog er die drei Fragen nach dem Was, Wie und Wofür auf die Unternehmenskommunikation: „Alle Unternehmer können sagen, was sie machen, und auch, wie sie es machen. Aber die meisten können nicht sagen, wofür.“ Dabei sei gerade diese Frage von höchster Wichtigkeit für eine erfolgreiche Außenwirkung. „Apple macht das beispielsweise hervorragend“, so von Düring. Der Technologiekonzern werbe nicht primär mit seinen Produkten, sondern mit der Botschaft, bestehende Denkweisen im Umgang mit Technologie zu verändern.

Von Jonas Rohde

Ein ausführliches Interview mit Samuel Koch finden Sie in Kürze auf goettinger-tageblatt.de und in der Sonnabendausgabe des Tageblatts.