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Regional Conti legt kräftig zu - Rekordziele im Blick
Nachrichten Wirtschaft Regional Conti legt kräftig zu - Rekordziele im Blick
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15:34 03.11.2011
Trotz hoher Rohstoffpreise steuert der Autozulieferer Continental auf ein weiteres Rekordjahr zu. Quelle: dpa
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Hannover

Der Autozulieferer Continental steuert auf ein weiteres Rekordjahr zu. Unterm Strich verdiente der Reifenhersteller und Fahrzeugausrüster von Januar bis September 894 Millionen Euro. Wie die Hannoveraner am Donnerstag mitteilten, waren dies 531 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern nutzte die robuste Auftragslage in der Branche und steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um 18 Prozent auf rund 22,6 Milliarden Euro.

Finanzvorstand Wolfgang Schäfer erwartet, dass der bereinigte Gewinn zum Jahresende bei etwa 3 Milliarden Euro liegt. «Autotechnik- und Reifensparte tragen dazu bei, dass wir auf einem guten Weg sind, unsere Ziele zu erreichen», sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. Er hielt an der Jahresprognose von 29,5 Milliarden Euro Umsatz fest.

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Allerdings belasten die hohen Rohstoffpreise das Unternehmen. In diesem Jahr rechnet der Konzern allein im Reifengeschäft mit Kosten von mehr als 900 Millionen Euro. Die gute Auslastung könne die hohen Aufwendungen für Kautschuk jedoch ausgleichen. Conti hatte wie viele Konkurrenten wiederholt Preiserhöhungen für Reifen durchgesetzt.

Daneben macht die «Preisexplosion» bei seltenen Metallen in Elektronikbauteilen der Branche zu schaffen, berichtete Schäfer vor Analysten. So sei etwa Dysprosium 20 Mal so teuer wie 2010. «Das an Kunden weiterzugeben, ist nicht einfach», sagte der Finanzchef.

Trotz der noch guten Gesamtlage blickt die Conti-Spitze mit gemischten Gefühlen auf die künftige Entwicklung. «Im dritten Quartal spitzte sich die Situation in Europa und den USA weiter zu», heißt es im jüngsten Geschäftsbericht. Eine weltweite Rezession drohe aber nicht. «Wir haben eindeutig keine Hinweise auf etwas, das der Krise von 2008/2009 gleichkommen würde», sagte Schäfer.

Die Pkw-Neuzulassungen stimmen das Management zuversichtlich: Sie stiegen seit Jahresbeginn nach vorläufigen Daten global um 5 Prozent auf 55,5 Millionen Autos. In Russland lag das Plus sogar bei 45 Prozent. In Kaluga bei Moskau baut Conti ein Reifenwerk, um auch Autobauer in der Region besser beliefern zu können.

Die schweren Überflutungen in Thailand hätten bislang keine größeren Auswirkungen auf die Lieferketten, betonte Schäfer. 17 Zulieferer seien betroffen. «Der Prozess ist aber unter Kontrolle».

Bis zum Jahresende will Conti bis zu 1,8 Milliarden Euro in sein weltweites Netz investiert haben. In der Autotechnik-Sparte steckte das Unternehmen bisher vor allem Geld in neue Produktionsausrüstungen in Mexiko, Brasilien und China. Im Reifensektor wurden unter anderem die Werke Mount Vernon (US-Bundesstaat Illinois) und Camaçari (Brasilien) ausgebaut. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs bis Ende September um rund 18.000 auf insgesamt mehr als 164.000.

dpa

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