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Regional Corona: 50 Prozent der Niedersachsen zahlen jetzt häufiger mit Karte
Nachrichten Wirtschaft Regional Corona: 50 Prozent der Niedersachsen zahlen jetzt häufiger mit Karte
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14:00 13.05.2020
„Wertpapiere bleiben eine attraktive Anlageform“, sagt Bernd Korte. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Girocard und Smartphone steigen in der Gunst der Kunden, wenn’s ums Bezahlen an der Kasse geht. Diese Praxis ist seit Beginn der Corona-Krise zu beobachten. Die Commerzbank hat diese Entwicklung durch eine Umfrage bestätigen lassen. Vor allem in Niedersachsen liege bargeldloses Zahlungsverhalten im Trend.

In keinem anderen Bundesland würden mehr Befragte angeben, während der Pandemie häufiger mit Smartphone oder Watch zu bezahlen: „Hier liegt Niedersachsen mit 34 Prozent vorn“, so Ina Mähl, Pressesprecherin der Commerzbank-Region Nord. 49 Prozent der Niedersachsen griffen häufiger zu Girocard oder Kreditkarte als vor der Corona-Krise. 34 Prozent verzichteten vermehrt darauf, die Karte ins Lesegerät zu schieben und würden kontaktlos mit dem Smartphone oder der Fitnessuhr bezahlen.

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Mehr als 2000 Bürger bundesweit befragt

Die Commerzbank habe das Meinungsforschungsinstitut You-Gov Anfang April mit der Umfrage beauftragt. Mehr als 2000 Bürger seien bundesweit befragt worden. „Kartenzahlungen sind bequem und hygienisch. Deshalb bauen wir unsere mobilen Bezahllösungen weiter aus und bieten unseren Kunden nach Google Pay und Apple Pay jetzt auch den Einkauf per Garmin- oder Fitbit-Uhr an“, sagt Bernd Korte, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank in Göttingen.

Die Nutzung digitaler Anwendungen nehme in Niedersachsen ebenfalls zu, so Mähl. „Ein Fünftel der Befragten gab an, inzwischen häufiger Online-Banking zu nutzen.“ Diese Entwicklung treffe auch auf die Commerzbank in Göttingen zu, bestätigt Korte: „Allein im ersten Quartal haben wir in unserer Niederlassung rund 1650 neue Anmeldungen fürs Online-Banking erhalten, in der Tendenz weiter deutlich steigend.“

Umfrage: Auch Skeptiker würden „online“ als Vorteil erkennen

Im März seien bundesweit 9,7 Millionen digitale Überweisungen registriert worden, „fast 500 000 mehr gegenüber Februar“. Die Banking-App der Commerzbank habe inzwischen 1,5 Millionen aktive Nutzer. „Viele Kunden, die vorher skeptisch waren, erkennen jetzt auch die Vorteile von Online- und Mobile-Banking“, sagt Korte. Ein Argument dafür sei auch „die Commerzbank-Sicherheitsgarantie, die Kunden bei Verwendung des ,photoTAN’-Verfahrens vor Schäden schützt“.

In Bezug auf ihre Kapitalanlagen würden Niedersachsen laut Umfrage „sehr besonnen“ reagieren, so Mähl. Nur vier Prozent der Befragten hätten angegeben, aufgrund der Börsenentwicklung Wertpapiere verkauft zu haben. 13 Prozent hätten die Kursrückgänge sogar genutzt, um Neuanlagen zu tätigen.

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Korte: Anleger sollten sich jetzt nicht verunsichern lassen

„Anleger sollten sich in der jetzigen Phase nicht verunsichern lassen und weiter Ruhe bewahren“, rät Korte. „Geldanlagen sollten mittel- bis langfristig orientiert und breit gestreut sein. Um angesichts der andauernden Niedrigzinsphase eine positive Rendite zu erzielen, bleiben Wertpapiere eine attraktive Anlageform.“

Die Commerzbank erwarte „auf Basis der aktuell vorliegenden Daten nach einer Rezession im ersten Halbjahr bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Erholung in der Realwirtschaft und damit auch an den Börsen“, teilte Mähl mit.

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Von Stefan Kirchhoff

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