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Regional Traumschiff der Superlative entsteht an der Ostsee
Nachrichten Wirtschaft Regional Traumschiff der Superlative entsteht an der Ostsee
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19:34 01.03.2019
Hier in Rostock-Warnemünde bauen die MV Werften die neuen Mega-Kreuzliner. Quelle: MV Werften
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Rostock

 Dieses Schiff ist der Traum chinesischer Kreuzfahrtliebhaber – und die vorläufige Rettung für den Werftenstandort Ostdeutschland: Bis zu 12 000 Menschen wird das Schiff der Global Class, das derzeit bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde und Wismar gebaut wird, bei voller Auslastung Platz bieten. Es ist damit das weltweit erste Schiff überhaupt, das so viele Passagiere und Besatzungsmitglieder aufnehmen kann.

Die größten Kreuzliner der Welt entstehen derzeit in MV. Bis zu 12 000 Menschen sollen Platz haben auf den Schiffen der Global Class, die der Genting-Konzern in Rostock-Warnemünde und Wismar baut.

„Alle Kritiker sind relativ stumm geworden, die Befürworter werden immer lauter“, blickt der Chef der MV Werften, Peter Fetten, zufrieden auf seine Werft und die Entwicklung zurück. Das Unternehmen hatte sich am Freitag mehrere Stunden Zeit genommen, um auf drei Jahre MV Werften zu schauen. Am 2. März 2016 hatte der malaysische Genting-Konzern den Kauf der Werften in Wismar, Rostock und Stralsund bekanntgegeben, als Kaufpreis wurden 230,6 Millionen Euro genannt. Kurz darauf folgte die Umbenennung in MV Werften und das umfangreiche Investitions- und milliardenschwere Schiffbauprogramm wurde gestartet.

Das wird der Mega-Kreuzliner bieten

Im Inneren wird das Schiff voll auf die Vorlieben chinesischer Touristen zugeschnitten sein: Großrestaurants, Wellnesszentren, Spaßbäder und mehrere der in Asien besonders beliebten Spielcasinos sollen die Gäste auf See unterhalten. Um bei so vielen Passagieren einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, setzen die Planer auf modernste Digitaltechnik und künstliche Intelligenz: So sollen unter anderem eine automatische Gesichtserkennung und personalisierte Bezahlsysteme zum Einsatz kommen.

Jungfernfahrt bereits für 2021 geplant

Die erste Fahrt des 342 Meter langen und 46 breiten Schiffes ist für 2021 vorgesehen. Auftraggeber des Schiffes ist der Genting-Konzern aus Malaysia, der die Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund sowie die Lloyd-Werft in Bremerhaven vor drei Jahren gekauft hat. Die Werften in Mecklenburg-Vorpommern standen unter ihrem damaligen russischen Besitzer ohne weitere Aufträge da und galten als akut bedroht.

Mehr Mitarbeiter für mehr Schiffe der Global Class

In Asien wiederum boomt die Kreuzfahrt-Branche. Die malayischen Investoren wollten sich mit dem Kauf Kapazitäten auf dem engen Markt für den Bau solcher anspruchsvollen Spezialschiffe sichern. In den kommenden Jahren sollen die Werften weitere Schiffe der Global Class bauen, die Belegschaft wird dazu derzeit auf mehr als 3000 Mitarbeiter aufgestockt. Für die Region und die Schiffbauer gelten die neuen Besitzer nach mehreren Krisen und Eigentümerwechsel seit der Wende als Glücksfall. „Hier entsteht etwas Nachhaltiges“, sagt MV-Werften-Geschäftsführer Peter Fetten. „Für Mecklenburg-Vorpommerns Werften gibt es große Wachstumspotenziale.“

„Genting hat all das, was 2016 gesagt worden ist, umgesetzt.“

Harry Glawe (CDU), Wirtschaftsminister von MV, erinnert sich noch an die verhaltenen Reaktionen, als damals der Verkauf der Nordic Werften bekannt wurde. „Da ist ja wieder ein Anbieter, auf den man sich nicht verlassen kann.“ Es habe sich jedoch rentiert, die Werften „warmzuhalten“ und mit den Investoren aus Malaysia zu sprechen. „Heute kann ich sagen: Genting hat all das, was 2016 gesagt worden ist, umgesetzt.“ Es sei ein Glücksfall für Mecklenburg-Vorpommern, dass sich Genting die Werften und damit Schiffbau-Kapazitäten für die kommenden Jahre gesichert habe.

Glawe bringt auch noch gute Nachrichten zur Bürgschaft mit, die die Werft für den Bau der Global-Class-Schiffe beantragt hat. Der Zeitplan für die Entscheidungen im Land und im Bund stehe. Glawe lässt auch keinen Zweifel daran, dass er von der Gewährung der Bürgschaften von insgesamt 750 Millionen Euro ausgeht. Damit werde die Arbeit mindestens bis 2026 gesichert sein.

Thorsten Fuchs/RND/kst

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