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Regional Drittes Werk und mehr als 100 neue Arbeitsplätze
Nachrichten Wirtschaft Regional Drittes Werk und mehr als 100 neue Arbeitsplätze
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18:36 16.08.2011
Von Hanne-Dore Schumacher
Reinraumfertigung am Standort Göttingen: Excimerlaser-Röhren werden in der Hans-Böckler-Straße produziert.
Reinraumfertigung am Standort Göttingen: Excimerlaser-Röhren werden in der Hans-Böckler-Straße produziert. Quelle: EF
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Göttingen

„Wir werden von Aufträgen erschlagen“, beschreibt Waldermann den Run auf die Göttinger Excimerlaser, die zur Materialbearbeitung, in der Medizin oder bei der Herstellung von Flachbildschirmen etwa für Smartphones und Tablets ihren Einsatz finden. „Alle Hersteller von Smartphones benutzen unsere Technologie“, erklärt Marketingchef Rainer Pätzel das Bedürfnis der Verbraucher nach brillanter Auflösung. Der Markt boomt, weiß auch die Konzernspitze in Santa Clara (Kalifornien) und gibt den Weg frei für weitere Investitonen in Göttingen. Dort sind in der Hans-Böckler-Straße die Werke I und II, für einen dritter Standort sind die Gelder genehmigt.

Vor 40 Jahren wurde der Göttinger Betrieb von Dr. Dirk Basting als Lambda Physik gegründet, ein Spin-off des Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie. Zehn Jahre später wurde das kalifornische Unternehmen Coherent (gegründet 1966) Mehrheitsgesellschafter. Excimer-Laser werden seitdem exklusiv in Göttingen produziert. Heute erfolgreicher denn je, erfuhr Thomas Oppermann (SPD-MdB und parlamentarischer Geschäftsführer), der gestern das Unternehmen auf seiner Sommerreise in Begleitung von Landratskandidat Bernhard Reuter (SPD) besuchte.

„In den vergangenen zehn Monaten haben wir über 100 Mitarbeiter eingestellt“, berichtete Personalchef Markus Schulzke den Besuchern. Zuzeit zählt der Standort 320 Beschäftigte, im September sollen es bereits 350 sein. Tendenz steigend. Der neue Standort in Göttingen, der sich in Nachbarschaft von Werk II befindet, solle deshalb mit Hochdruck ausgebaut werden. 9,5 Mio. Euro werden auf dem Gelände und in den bestehenden Gebäuden des nach Rosdorf umgesiedelten Seidelverlags investiert, kündigte Waldermann an. Bereits Ende des Jahres wolle man die neuen Räume beziehen. Die Geschäftsleitung schloss angesichts des aktuellen Booms auf Laser für die Mikro-Elektronik – 70 Prozent gehen nach Asien – weiteren Raumbedarf schon jetzt nicht aus. „Dann müssen wir bauen“, stellte Waldermann klar.