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05:00 14.03.2019
Massao Wolf (vorn) präsentiert Teilnehmern der Präventionsaktion „Fit in den Frühling“ verschiedene Pedelec-Modelle. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Einen Grundkurs in Sachen E-Bike haben am 13. März Teilnehmer einer von der Polizei organisierten Veranstaltung durchlaufen. Der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, Jörg Armecke, hatte die Öffentlichkeit zu einem Infotermin in die Otto-Hahn-Straße eingeladen. Der zur Verfügung stehende Raum im Polizeigebäude war voll besetzt, knapp 70 Personen wollten mehr wissen zum Thema E-Bike. Für den Wissenszuwachs sorgten neben Armecke auch Massao Wolf, Geschäftsführer der „Fahrradgarage Gleichen“ mit Geschäftssitz in Göttingen sowie Peter Hüttenmeister von der Verkehrswacht. Der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Thomas Rath, begrüßte die Gäste zu dieser Auftaktveranstaltung der diesjährigen Präventionsaktion „Sicher in den Frühling“. Rath widersprach der Ansicht, dass sich E-Bikes leichter fahren ließen als normale Fahrräder. „Im Gegenteil, mehr Geschick ist nötig. Deshalb ist Übung, Übung, Übung notwendig“, betonte er.

Weiße Fahrräder erinnern an Verunglückte

Armecke wartete mit einigen Zahlen auf. Rund 3200 Menschen kommen jährlich in Deutschland bei Verkehrsunfällen zu Tode, sagte er. Oftmals werden an den Unfallstellen, an denen Radler zu Tode kamen, weiße Fahrräder aufgestellt. Sie sollen an die tragischen Geschehnisse erinnern. In Göttingen gibt es elf solcher Gedenkorte. Das jüngste Opfer, das an der Kiesseestraße tödlich verunglückte, war 15 Jahre jung. Für Fahrradfahrer gefährliche Bereiche seien prinzipiell Kreisverkehre, in Göttingen etwa der Godehard-Kreisel. Potenziell gefährliche Situationen seien Kreuzungen. Rechts abbiegende Kraftfahrer sehen Radler nicht, wenn sie im toten Winkel sind. Deshalb der Tipp des Polizisten: „Achten Sie auf den abbiegenden Verkehr. E-Bikes werden oft unterschätzt, sie sind schneller, als Kraftfahrer das erwarten. Lassen sie die Fahrzeuge lieber abbiegen – auch wenn Sie Vorfahrt haben.“

Pedelec nicht gleich E-Bike

Massao Wolf passt Jürgen Schäfer einen Helm an. Der ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber vom Fachmann und der Polizei mit Nachdruck empfohlen. Quelle: Hinzmann

Auch in verkehrsrechtlicher Weise wirkte Armecke aufklärend. Es kann bedeutende Unterschiede geben zwischen einem Pedelec und einem E-Bike. Die Begriffsverwendung ist allerdings fließend und kann verwirrend sein: So ist für ein E-Bike, das bis zu 20 Kilometer in der Stunde fahren kann, eine Mofa-Prüfbescheinigung nötig (ausgenommen bei Personen, die vor dem 1. April 1965 geboren sind oder eine allgemeine Fahrerlaubnis besitzen). Dann wiederum gibt es das sogenannte „schnelle Pedelec“, das ebenso wie ein E-Bike mit einer Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h als Kleinkraftrad gilt. Dafür sind eine Fahrerlaubnis und ein Motorradhelm nötig.

Wahl des E-Bikes ist individuelle Frage

Zumeist ging es bei der Veranstaltung jedoch um Informationen zu den weit verbreiteten Pedelecs. „Die fahren wir auch“, sagte Armecke mit Hinweis auf den Zweiradbestand der Polizei. Von den aktuell 4,8 Millionen Elektrofahrrädern in Deutschland seien 95 Prozent Pedelecs –und die gelten nach dem Gesetz als Fahrräder. Massao Wolf, der Fachmann in technischer Hinsicht, beantwortete zahlreiche Fragen aus dem Publikum. Er sagte, dass sich jeder, der sich ein elektrisches Fahrrad anschaffen will, individuell beraten lassen sollte. „Sie müssen das System finden, das zu Ihnen passt“, hob er hervor. Im Anschluss konnten Pedelecs im Hof des Polizeigebäudes praktisch ausprobiert werden.

 

Von Ulrich Meinhard

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