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Regional Eaton: Keine Entlassungen, aber Kurzarbeit
Nachrichten Wirtschaft Regional Eaton: Keine Entlassungen, aber Kurzarbeit
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18:21 31.07.2009
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Schläuche für Hydrauliksysteme stellt das Mündener Werk des amerikanischen Eaton-Konzerns mit Sitz in Cleveland/Ohio her. Ein Viertel des Umsatzes, der sich 2008 auf 36 Mio. Euro belief, macht das Unternehmen mit der Automobilbranche, drei Viertel mit dem Maschinenbau.

Der Absatz der Kraftfahrzeugindustrie brach bereits im vergangenen Jahr ein, hat sich dann aber aufgrund der Abwrackprämie wieder erholt, berichtete Werkleiter Martin Schareina. Derzeit seien die Zahlen „sehr gut“. Sie hätten gerade Aufträge im Umfang von zwei bis drei Mio. Euro dazubekommen, weil ein Mitbewerber aufgegeben habe.

Sorgenkind Maschinenbau

„Dafür ist nun Absatz im Maschinenbau massiv zurückgegangen“, sagte der Werkleiter. Ab dem kommenden Jahr rechneten sie wieder mit einem jährlichen Wachstum von fünf bis zehn Prozent im Jahr. Bis das alte Niveau erreicht sei, werde aber einige Zeit vergehen.

„Seit Januar haben wir die Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 35 Stunden verringert“, teilte der Betriebsratsvorsitzende Rüdiger Schierz mit. Das entspreche nominal 6,7 Prozent weniger Lohn und Gehalt. Der Einschnitt sei tatsächlich aber noch tiefer, da das Werk die Schicht mit den attraktivsten Zuschlägen fast ganz heruntergefahren habe. Für einige Kollegen werde es eng. „Immerhin haben sie alle erst einmal ihre Stellen behalten“, gab Oppermann zu bedenken. Eine Million Kurzarbeiter gebe es derzeit in Deutschland. Sie wären anderenfalls arbeitslos.

„Die von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Kurzarbeit auf 24 Monate hilft uns“, bestätigte Werkleiter Scharaina. Allerdings liefen derzeit die Planungen für 2010. Bei einem Wachstum von fünf bis zehn Prozent ließe sich die derzeitige Mitarbeiterzahl nicht halten. „Wir gehören zu einem amerikanischen Unternehmen, das an der Börse notiert ist“, betonte Scharaina. Die Zahlen müssten jedes Quartal stimmen. Konzernweit seien seit Ausbruch der Krise 13000 Kollegen entlassen worden. Das Unternehmen beschäftige heute 70000 Menschen.

Von Michael Caspar

Lars Ruzic 30.07.2009
30.07.2009
Stefan Winter 30.07.2009