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Regional Baudis spricht über Unternehmen der Zukunft
Nachrichten Wirtschaft Regional Baudis spricht über Unternehmen der Zukunft
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16:10 29.08.2018
Christian Baudis stellt die Anforderungen an Unternehmen der Zukunft vor. Quelle: r
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Seeburg

Der Inhaber von My Digital und Futurist (Zukunftsforscher) gab den Teilnehmern einen Überblick darüber, dass zukunftsweisende Innovationen in Deutschland kaum zu finden sein. „Deutsche Unternehmen lassen sich immer mehr den technologischen Schneid abkaufen“, sagte er. Laut Baudis seien Start-ups, die Erfindungen für die Zukunft gemacht hätten, überwiegend in den USA und Asien ansässig. Deshalb müssten Unternehmer in Deutschland sich die Frage stellen, ob sie in Zukunft, Absatzmarkt, Zulieferer oder Innovationstreiber sein wollen.

Datenverknüpfung vorantreiben

Des Weiteren stellte der ehemaligen Google-Chef-Deutschland den rund 100 Gästen laut Mitteilung der Organisatoren eine Welt vor, in der Megatrends wie Robotik, Sensorik, Big Data und E-Health die Zukunft prägen werden. Beispielsweise mit Haushaltsrobotern, die Amazon als Abfallprodukt der eigenen Lagerautomation bald auf den Markt bringen wolle und mit sensorgesteuerten Socken, die Lauftipps geben oder gleich neue Sportschuhe bestellen würden. Ein weiteres Beispiel waren E-Autos, die Asien bereits einsetze, um den Smog einzudämmen, teilweise sogar autonom fahrend, während in Deutschland noch über Diesel-Fahrverbote diskutiert werde. „Innovationstreiber wie Amazon und Google sind deshalb erfolgreich, weil sie die intelligente Datenverknüpfung vorantreiben“, sagte Baudis. Dadurch könnten sie Bedarfe im Voraus erkennen und immer schneller liefern und antworten. Dies führe zu einer hohen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung.

Arbeitswelt im Wandel

Ein weitere Thema, das Baudis ansprach, war der bevorstehende Wandel der Arbeitswelt. Gründe für die Veränderung seien unter anderem intelligente Schwarmproduktion, der Wegfall von Berufen wie LKW-Fahrer und Fahrlehrer sowie die Änderung von Berufsbildern wie Berater, die besser werden müssten als Apps, die bereits heute schon hilfreiche Tipps geben. „Deutschland muss sich sputen, Technologien wieder selbst zu entwickeln“, erklärte Baudis. Als Tipp gab er den Unternehmern mit auf den Weg: „Graben Sie Ihre kindliche Neugier aus, um Dinge neu zu denken.“

Gastgeber Jörn Kater, Regionalleiter Südniedersachsen des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, ist dennoch davon überzeugt, dass der Mittelstand dazu in der Lage ist, die Zukunft zu gestalten. „Aber manchmal braucht es den Weckruf, den unser Referent gegeben hat“, sagte Kater.

Von Vera Wölk

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