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Regional KWS Saat SE verfünffacht Anzahl der Wertpapiere
Nachrichten Wirtschaft Regional KWS Saat SE verfünffacht Anzahl der Wertpapiere
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00:22 30.03.2019
Die KWS Saat SE ist 2015 zu einer Europäischen Gesellschaft umgewandelt worden. Die Firma ist einer der größten Saatguterzeuger weltweit. Quelle: R
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Einbeck

Reibungslos ist der Aktiensplit der KWS Saat SE mit Hauptsitz in Einbeck verlaufen. Das versicherte auf Anfrage des Tageblatts am Montag Kommunikationschef Peter Vogt. Die Maßnahme erfolgte am Freitag. Die Hauptversammlung der KWS hatte den Aktiensplit am 14. Dezember 2018 beschlossen und zwar mittels Ausgabe von Berichtigungsaktien. Am Zuteilungstag erhielten die Aktionäre der Gesellschaft zu jeder bestehenden KWS-Aktie zusätzlich vier neue Stückaktien. Aus einem Wertpapier wurden also fünf.

Mit dem vorgenommenen Split sollen die KWS-Aktien attraktiver für Investoren werden. Peter Vogt erklärt den Vorgang wie folgt: „Der Aktiensplit dient dazu, die Liquidität der Aktien an der Börse zu erhöhen. Die Aktie notierte bei rund 300 Euro und wirkte damit teuer. Das führte dazu, dass relativ wenige Aktien gehandelt wurden.“

26,4 Millionen neue Stückaktien

Voraussetzung für die Ausgabe der Berichtigungsaktien sei die Erhöhung des Grundkapitals von 19,8 auf 99 Millionen Euro gewesen. „Die KWS Saat SE hat das Kapital aus Gesellschaftsmitteln erhöht. Das ist ein rechnerischer Vorgang, es fließt dabei kein Geld“, erklärt Vogt. Die Kapitalerhöhung wurde durch die Ausgabe von 26,4 Millionen neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien ausgeführt. Durch die Ausgabe der Berechtigungsaktien werde sich die Gesamtzahl der Aktien der KWS von 6,6 auf 33 Millionen erhöhen. „Nach dem Aktiensplit liegt der Wert nunmehr bei rund 60 Euro. Um den nominalen Wert auf ein Fünftel zu reduzieren, muss das Aktienkapital verfünffacht werden. Daher der hohe Anstieg. Der Depotwert der Aktionäre bleibt durch die Transaktion unverändert“, erläutert Vogt. Die neuen Aktien seien für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 gewinnberechtigt.

Keine Kosten für Aktionäre

Die Zuteilung der Berichtigungsaktien durch die Depotbanken erfolgte automatisch mittels Girosammeldepot-Gutschrift. Die Aktionäre mussten nichts veranlassen, die Zuteilung ist für sie kostenfrei, wird versichert. Die Abwicklung der Maßnahme war bei der Bankhaus Lampe KG mit Sitz in Düsseldorf zentralisiert. Die 26,4 Millionen Berichtigungsaktien werden die gleiche internationale Wertpapier-Kennnummer erhalten wie die alten Stückaktien.

Umsatz liegt bei 1,1 Milliarden Euro

KWS ist eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit. Die 5147 Mitarbeiter in 70 Ländern erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro und erzielten dabei ein Ergebnis von rund 133 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern. Seit mehr als 160 Jahren wird KWS als familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt. Schwerpunkte sind die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps- und Sonnenblumensaatgut. KWS setzt nach eigenen Angaben modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, um Erträge sowie Resistenzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern und bedient sich dabei auch der Gentechnik. Das Unternehmen investierte im vergangenen Geschäftsjahr 198 Millionen Euro und damit 18,5 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Von Ulrich Meinhard

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