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Regional 600 Gäste beim elften Wirtschaftsempfang der Stadt Göttingen
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21:45 20.08.2019
Rolf-Georg Köhler hat die 600 Gäste des elften Wirtschaftsempfangs der Stadt mit auf eine Reise durch „unsere Stadt“ genommen. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hat die 600 Gäste des elften Wirtschaftsempfangs der Stadt mit auf eine Reise durch „unsere Stadt“ genommen. In seiner den Medien vorab zur Verfügung gestellten Rede hob er Beispiele hervor, welche Potenziale in der Stadt vorhanden sind und präzisierte anhand von Beispielen. Er appellierte an die zahlreichen Unternehmer: „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass dieses Potenzial sichtbarer wird. Dass es sich vergrößert und dem Wohl der Menschen dient, die hier leben und arbeiten.“ Köhler betonte in seiner Rede immer wieder den Dreiklang Wirtschaft, Wissenschaft und Stadt.

Geballte Wirtschaftskompetenz in der Lokhalle: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) hatte zum elften Wirtschaftsempfang der Stadt geladen, und etwa 600 Gäste folgten am Dienstagabend seinen Ausführungen zu den wirtschaftspolitischen Schlaglichtern der Stadt.

Da sich die wechselhaften Konjunkturaussichten der deutschen Wirtschaft noch nicht in Göttingen widerspiegelten, sei Göttingen im Doppelhaushalt 2019/20 in der Lage zu investieren. „Und wir tun das auch“, versprach der OB. Es stünden in diesem und im nächsten Jahr knapp 100 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Das Geld solle ausgegeben werden, um die Infrastruktur der Stadt zu verbessern.

Radverkehrsverbindungen und das Otfried-Müller-Haus

„Wir stärken die Radverkehrsverbindungen zwischen der Stadt und ihrem Umland. Und wir planen die Sanierung des Otfried-Müller-Hauses am Wochenmarktplatz. Ursprünglich wollten wir mit 6 Millionen Euro auskommen. Aber dabei wird es vermutlich nicht bleiben. Hohe baurechtliche Anforderungen wie zum Beispiel des Denkmalschutzes und nach wie vor steigende Baupreise treiben die Kosten in die Höhe. Wir werden gründlich abwägen was nötig und was möglich ist“, sagte Köhler.

Der Verwaltungschef sprach sich vehement für eine neue Verkehrspolitik aus: „28 Prozent der Göttingerinnen und Göttinger steigen aufs Fahrrad, für viele von ihnen ist es sogar das Hauptverkehrsmittel. Etwa 30 Prozent nutzen das Auto. Wir wollen die Mobilitätswende dafür nutzen, den bislang scheinbar als naturgegeben wahrgenommenen Vorrang für Pkw aufzubrechen und andere Formen der Mobilität zu stärken.“

Landrat Werner Henning, Landrat Bernhard Reuter, Unipräsidentin Ulrike Beisiegel, Oberbürgermeister Rolf Köhler und die GEG-Chefin Ursula Haufe (v.l.) unterhielten sich angeregt. Quelle: Peter Heller

Straßenbaustellen als Indiz

Mit einem Zwinkern berichtete Köhler über die viel kritisierten Straßenbaustellen in Göttingen. Die Baustellen seien allerdings ein wichtiger Indiz dafür, dass die Stadt investieren könne. Trotz der zahlreichen Investitionen halte Köhler nichts von übertriebener Euphorie: „Auch wenn die Summe von 100 Millionen Euro zunächst nach Überfluss klingt – in kommunalen Dimensionen sind sie schnell verplant. Wir sind gut beraten, uns für wirtschaftlich stürmische Zeiten rechtzeitig wetterfest zu machen. Denn unser Haushalt ist auch stark abhängig von Gewerbesteuereinnahmen.“

Eine weitere wichtige Einnahmequelle sei die Grundsteuer. Mit Blick auf die knapp 28 Millionen Euro, die diese Abgabe jährlich in die städtische Kasse spüle, richtete Köhler einen dringenden Appell in Richtung Berliner Bundesregierung, die Kommunen in puncto Grundsteuerreform nicht im Regen stehen zu lassen. Die Reform müsse bis Jahresende gelingen, „da wir sonst keine Grundsteuer mehr erheben können“.

Arbeitslosenzahl um 33 Prozent gesunken

Als Erfolgsmeldung verkündete Köhler einen „fantastischen Wert“. Die Arbeitslosenzahl sei in Göttingen im Zehn-Jahres-Vergleich um „satte 33 Prozent gesunken“ und die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um fast 20 Prozent auf 71845 gestiegen (September 2018).

Als Beispiele für Stärken der Region skizzierte Köhler eine Vielzahl von Projekten und Kooperationen. So zum Beispiel den Gesundheitscampus, die Gesundheitsregion, den IT Innovationscluster, den Science Park, den Südniedersachsen-Innovationscampus (SNIC), den er als „Türöffner“ für viele Gründungsvorhaben bezeichnete, den Accelerator oder Göttingen als Logistik-Standort.

„KuQua“ feiert bald Richtfest

Ein weiteres Schlaglicht waren auch die großen Umbauarbeiten in der Göttinger City. Explizit erwähnte er das Gothaer Haus und die Umgestaltung des Sparkassen-Areals am Markt. Das Kunsthaus „KuQua“ werde in Kürze Richtfest feiern, die Eröffnung ist für 2020/21 geplant.

Mit Blick auf die Besucher in der Lokhalle sagte Köhler, dass er in überzeugte Gesichter blicke: „Überzeugt vom Wirtschaftsstandort Göttingen. Überzeugt vom Wissenschaftsstandort Göttingen. Überzeugt von den vielen Schätzen, die unsere Stadt bietet. Lassen Sie uns gemeinsam das Beste für diese Stadt herausholen. Dieser Abend soll Ihnen die Gelegenheit bieten, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen, gemeinsame Interessen und Ziele zu finden. Nutzen Sie diesen Abend als Chance für sich und als Chance für Göttingen.“

Rolf Köhler ist überzeugt vom Wirtschaftsstandort Göttingen. Quelle: Peter Heller

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