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Regional Eon Mitte: 2008 ist ein „schwieriges Jahr“ gewesen
Nachrichten Wirtschaft Regional Eon Mitte: 2008 ist ein „schwieriges Jahr“ gewesen
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18:10 09.07.2009
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Von einem „schwierigen Jahr“ sprach der Vorstandsvorsitzende der Eon Mitte, Henrich Wilckens, gestern bei einem Pressegespräch in der Zentrale in der Monteverdistraße 2. Aufgrund von Pensionsrückstellungen, Projekten im Bereich der Informationstechnologien sowie Berichtigungen bei den Wertpapieren nach dem Einbruch der Finanzmärkte sei das Jahresergebnis „etwas schlechter“ ausgefallen als 2007. Ein Vergleich mit dem Vorjahreswert – 71,2 Mio. Euro – sei aber aufgrund von Umstrukturierungen nicht möglich. So sei der gesamte Vertrieb in eine eigene Gesellschaft ausgelagert worden.

Vergleichbare Zahlen wollte der Vorstandsvorsitzende jedoch auch auf Nachfrage nicht nennen. Detailinformationen gebe es nur noch zentral über die Konzernmutter Eon Energie AG. Mitteilen durfte Wilckens nur die Bilanzsumme von 1,374 Mrd. Euro, das Anlagevermögen von 883 Mio. Euro und das gezeichnete Kapital von 130 Mio. Euro an. Die Investitionen in Sachanlagen bezifferte er auf 50,5 Mio. Euro.

Als wichtiges Thema für 2009, in dem die Eon Mitte 80-jähriges Bestehen feiert, nannte Vorstandskollege Wolf Hatje (Technik und Betrieb) die Verlängerung der 2011 auslaufenden Konzessionsverträge mit 211 Kommunen. Die Eon Mitte, die zu 26,7 Prozent zwölf Landkreisen und der Stadt Göttingen gehört, fordert die Solidarität der Städte gegenüber den Landgemeinden ein. In Ballungsräumen ließen sich die Netze günstiger betreiben. Wilckens warnte jedoch vor Beratern, die Kommunen große Gewinne bei einem Eigenbetrieb in Aussicht stellten. Die vom Gesetzgeber als Höchstgrenze vorgegebene Verzinsung des Eigenkapitals von 7,5 Prozent müsse man erst einmal erwirtschaften.

Unter Druck steht die Eon Mitte auch von Seiten mancher Stadtwerke. So versuchen die Kasseler Stadtwerke die Netze von Umlandgemeinden zu übernehmen. Wilckens ernüchtert: „Was die Ergebnisse angeht, liegt die gute, alte Zeit liegt hinter uns.“

Der fürs Kaufmännische zuständige Vorstand Georg von Meibom berichtete von einem Programm zur „Optimierung von Prozessabläufen“, das derzeit „ohne Dissenz mit dem Betriebsrat“ umgesetzt werde.

Von Michael Caspar