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Regional Erster Viani-Laden in Berlin eröffnet
Nachrichten Wirtschaft Regional Erster Viani-Laden in Berlin eröffnet
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18:45 05.12.2019
Göttinger expandieren nach Berlin: In Schöneberg gibt es jetzt Viani, wo einst ein Starbucks war. Quelle: r
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Göttingen/Berlin

Das Göttinger Unternehmen Viani ist jetzt auch mit einem Geschäft in der Hauptstadt vertreten. An der Akazienstraße 1 in Berlin Schöneberg hat der neue Viani-Laden eröffnet. Weitere in deutschen Großstädten sollen folgen. „Wir testen das Viani-Konzept zunächst in Berlin”, sagt Stephan Aswald, der gemeinsam mit Remo Viani die Geschäfte des Familienunternehmens führt.

Der italienische Feinkost-Händler und Importeur mit Sitz in Göttingen hat im Sommer bundesweit sieben Filialen des Unternehmens „Kochhaus” übernommen. Jetzt ist der erste Shop der sieben Kochhaus-Läden mit neuem Konzept und unter Göttinger Namen in Berlin an den Start gegangen. Vorbild für das Sortiment: der Göttinger „Alimentari” an der Langen Geismarstraße. Allerdings sei der Laden großzügiger geschnitten, wirke luftiger und biete mehr Platz. Wie Aswald außerdem sagt, so war die Neueröffnung ein großer Erfolg. „Schon eine viertel Stunde vor der Eröffnung bildete sich eine Schlange mit Kunden vor dem ehemaligen Kochhaus-Geschäft”. In der Immobilie war Jahre zuvor eine Filiale der Kette „Starbucks“ untergebracht.

Mitarbeiter in Göttingen geschult

Mit dem Berliner Geschäft haben die Göttinger den ersten Schritt mit eigenen Geschäften in eine der deutschen Millionenstädte unternommen. Weitere sollen folgen. Das Personal aus den Kochhaus-Läden hat Viani übernommen. „Die Mitarbeiter wurden in Göttingen und Berlin geschult”, so der Geschäftsführer. Schließlich müsse man wissen, wie ein San-Daniele-Schinken aufgeschnitten und eingepackt werde – zuvor gab es dort beispielsweise keine Frischetheke. Frisch gekneteter Pizzateig im Pfandglas, hausgemachtes Pesto, Öle und Essig zum Probieren: „Solch ein Konzept gibt es Berlin bislang offenbar noch nicht“, sagt Aswald. Sehen, Riechen und Schmecken, das unterscheide den Laden vom Internet. „Diese Eindrücke sind im Netz nicht darstellbar“, sagt Aswald.

Das Ladenlokal an der Ecke Hauptstraße/Akazienweg in Berlin haben die Göttinger entsprechend umbauen lassen. „Zehn Tage war geschlossen, für die Handwerker-Rallye. Die Eröffnung dann eine Punktlandung”, so Aswald. Noch bis in die Nacht hinein habe wurde eingeräumt. Wie viel Viani in die Läden investiert, wollte Aswald nicht verraten. „Wir investieren, weil wir den Einzelhandel so mögen”, sagt er. Die Geschäfte versteht das Unternehmen als „Nahversorger”.

Italienische Feinkost seit 1973

Seit 1973 handelt die Firma Viani mit italienischen Lebensmitteln. Firmengründer Antonio Viani, ein gebürtiger Ligurer, begann mit dem Verkauf italienischer Trüffel und weitete das Geschäft auf Spezialitäten seiner Heimat aus. Heute leitet sein Sohn Remo Viani das Unternehmen in zweiter Generation. Viani handelt nicht nur mit italienischen Produkten. Französische, spanische, britische und belgische Feinkost erweitern inzwischen das Portfolio. Ursprünglich war Viani ein reiner Großhandel. Unterdessen hat sich das Göttinger Unternehmen allen Konsumenten geöffnet – mit einem Onlineshop und dem 2010 eröffneten Göttinger Alimentari an der Langen Geismarstraße nebst Panificio, einer italienischen Bäckerei. Das Familienunternehmen unterhält nach eigenen Angaben enge, persönliche Kontakte zu den Herstellern aus Italien, die über die Jahre „handverlesen“ wurden. Auch Eigenmarken sind im Angebot.

„Wir stehen für gutes Essen“, sagt Ralf Bernd, Prokurist bei Viani. Und weiter: „Als Nächstes haben wir den Standort München im Auge”, sagt er. „Wir wollen uns Stück für Stück und Kunde für Kunde für Kunde bekannt machen“, so Bernd. Wenn das Konzept, das sich im Göttinger Alimentari bereits über viele Jahre bewährt hat, auch in Berlin Erfolg hat, sollen voraussichtlich nach München auch die Geschäfte in Hamburg, Köln und Frankfurt bald den Göttinger Familiennamen „Viani” tragen.

Von Britta Bielefeld

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