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Regional Erstes Projekt des Südniedersachsenprogramms mit 200 000 Euro gefördert
Nachrichten Wirtschaft Regional Erstes Projekt des Südniedersachsenprogramms mit 200 000 Euro gefördert
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21:20 23.07.2015
Übergabe des Förderbescheids an Prof. Lutz Kolbe (3. v.l.) von der Universität Göttingen.
Übergabe des Förderbescheids an Prof. Lutz Kolbe (3. v.l.) von der Universität Göttingen. Quelle: Hinzmann
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Hann. Münden

Das Forschungsprojekt IMES (Integrative Mobilitätsinnovation zum Erhalt der Standortattraktivität in Südniedersachsen) verfolgt drei Ziele, um Antworten auf die Mobilitätsproblematik im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im ländlichen Raum zu finden:

  • Informationen über die bislang etwa 500 Mobilitätsprojekte in Deutschland sammeln. So sollen die vorhandenen Erkenntnisse gebündelt und verfügbar gemacht werden.
  • Ein intensiver Bürgerdialog in den drei Modellstädten Uslar, Osterode und Hann. Münden sowie den zwölf sie umgebenden Gemeinden, um die lokalen Mobilitätsbedarfe und -angebote zu erfassen.
  • Aus den zusammengetragenen Erkenntnissen und den Bürgerbedürfnissen neue Mobilitätskonzepte entwickelt, die flexibler und besser auf die Bedarfe vor Ort reagieren.

Die geförderte Projektdauer ist auf zwei Jahre angelegt, der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen ist als Projektpartner mit dabei und trägt etwa ein Viertel der Fördersumme. Es ist die Absicht, bereits vor Ablauf des Projekts nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen, um die entwickelten Konzepte umzusetzen.

„Dann muss es dafür aber eine 100 oder 95 Prozent Förderung geben“, so Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener. „Sonst können sich die Kommunen die Umsetzung schlicht nicht leisten.“ Die Bürgermeister Thorsten Bauer aus Uslar und Klaus Becker aus Osterode betonen dasselbe Problem.

Für Wunderling-Weilbier ist die nachhaltige Finanzierung aber eine überspringbare Hürde. Letztlich gehe es um das grundsätzliche Umdenken, von einer Nahverkehrsplanung zu einer regionalen Mobilitätsplanung zu kommen. „Den lokalen kreuz-und-quer-ÖPNV wiederbeleben und kleinräumig stärker zu vernetzen“, macht Klaus Becker das Ziel anschaulich – und nicht nur die Anbindung zum Oberzentrum zu gewährleisten.

Wenn das mit den bestehenden Mitteln nicht machbar sei, so der Landesbeauftragte, müsse man mehr investieren. Das Bekenntnis der Landesregierung dazu gäbe es.