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Regional Folgen des Brexit für die Region
Nachrichten Wirtschaft Regional Folgen des Brexit für die Region
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18:19 22.10.2018
Harm Adam, Dr. Albrecht Wendenburg, Detlev Barth und Dr. Alexander Thiele (v.l.) diskutieren in Bovenden über den Brexit. Quelle: r
Bovenden/Göttingen

Der Brexit und seine Folgen für südniedersächsische Unternehmen – das war das Thema einer Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) bei Minebea Intec in Bovenden.

Auch bei Unternehmern aus der Region richtet sich der Blick mit Ungewissheit auf den 29. März 2019 und dessen Folgen. Das ist der Tag, an dem Großbritannien aus der Europäischen Union ausscheiden will. Ein Ausstieg ohne Folgeabkommen würde nach Experten-Meinung vor allem die Briten treffen, aber auch für südniedersächsische Unternehmen würde dies spürbare Folgen haben. Nahezu jeder Gesellschafts- und Wirtschaftsbereich wäre von einschneidenden Veränderungen betroffen – von Erschwernissen bei Schulpartnerschaften über Probleme bei Wirtschafts- und Handelsbeziehungen bis hin zum Tourismus, skizzierte die WRG in der Einladung.

„Der Brexit wird uns treffen“

Als Mitausrichter sorgten der Europa-Union-Kreisverband Göttingen und das Braunschweiger Amt für regionale Landesentwicklung für zusätzliches Know-how. In seinem Grußwort erläuterte der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Matthias Wunderling-Weilbier, die Bedeutung des Brexits für Südniedersachsen: „Klar ist: Der Brexit wird uns treffen. Gewiss ist aber derzeit nur die Ungewissheit des Wie.“

Anschließend gab der Leiter des Europarechtsreferates im Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Dr. Albrecht Wendenburg, einen Überblick zum aktuellen Beratungsstand der Brexit-Verhandlungen und erläuterte die Aktivitäten der Landesregierung. Unter anderem werde das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung noch in diesem Jahr ein Brexit-Übergangsgesetz vorlegen. Den Unternehmen riet er unabhängig davon, auch Vorsorge für einen möglichen ungeregelten Brexit zu treffen.

Plädoyer für demokratische Erneuerung der EU

Staatsrechtler Dr. Alexander Thiele von der Universität Göttingen hielt im Anschluss ein flammendes Plädoyer für eine demokratische Erneuerung der EU und mahnte, immer auch die Zukunft des Binnenmarktes und Fragen zur sozialen Gerechtigkeit zu beachten. Alle müssten sich fragen: „Wozu braucht man auch in Zukunft eine Europäische Union?“

Bei einem Rundgang zu Beginn informierte Patrick Moll die Teilnehmer über das Unternehmen Minebea Intec. „Mit unseren Produkten stellen wir sicher, dass sich in Joghurtbechern keine Fremdkörper befinden. Wir machen das tägliche Leben sicherer“, so der Personalchef des Herstellers von Wäge- und Inspektionstechnologien im Gewerbegebiet Area 3.

Von Mark Bambey / r

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