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Regional Hüne heiratet Zwerg
Nachrichten Wirtschaft Regional Hüne heiratet Zwerg
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17:11 19.12.2016
Von Sven Grünewald
BUBUfoto: R
Die Vorstände der Volksbanken Mitte und Heiligenstadt haben sich über die Rahmenbedingungen einer Fusion ihrer Häuser geeinigt und zeigen das neue Geschäftsgebiet.V.l.: Holger Willuhn, Björn Henkel (Vorstände Volksbank Mitte), Hartwig Magerhans (Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mitte), Hermann Ludolph (Aufsichtsratsvorsitzender Volksbank Heiligenstadt), Walter Dettenbach, Dieter Lepies (Vorstände Volksbank Heiligenstadt) und Rolf Döring (Vorstand Volksbank Mitte). Quelle: R
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Duderstadt/Heiligenstadt

Durch die schwierigen Rahmenbedingungen für Banken machten sich alle Genossenschaftsbanken Gedanken über strukturelle Veränderungen - was auch einschließe, mit den Geldhäusern aus benachbarten Geschäftsgebieten über Fusionen zu sprechen, so Holger Willuhn, Vorstandssprecher der Volksbank Mitte. Für Dieter Lepies, Vorstand der Volksbank Heiligenstadt, sprach schließlich für die Volksbank Mitte als Partner, dass beide Banken gesund sind und sowohl strategische Ausrichtung als auch Unternehmenskultur gut zusammenpassten.

Die Gründe, die für die Fusionsgespräche ausschlaggebend waren: Die Niedrigzinsphase greift immer stärker die Haupteinnahmequelle der Banken an - die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft; zunehmende Auflagen zur Regulierung von Banken, die alle Banken gleichermaßen und damit die kleinen Geldhäuser überproportional belasten; Investitionskosten für zunehmend nachgefragte digitale Bankdienstleistungen. Zudem könne die kleine Volksbank Heiligenstadt Kreditnachfragen größerer Summen für das Wachstum ihrer Kunden nicht mehr erfüllen, so Lepies.

Diesen Umstand sieht die Volksbank Mitte als Chance für die Zukunft: Nach der Fusion könne man im dynamischen Landkreis Eichsfeld auf Augenhöhe dem bisherigen Platzhirsch Kreissparkasse Eichsfeld begegnen. Man hofft auf verstärktes Wachstum durch Firmenkredite, die Nachfrage und auch der Trend zur Rückwendung von den Großbanken hin zu regionalen Instituten sei da, so Willuhn.

Zudem verspreche man sich verschiedene Vorteile von der Fusion: In Dingelstädt und Leinefelde sind beide Banken mit Filialen vor Ort, diese sollen zusammengelegt werden. In Heiligenstadt wird eine der Filialen der Volksbank Heiligenstadt in eine reine SB-Filiale umgewandelt, ihre Filiale in Uder wird übernommen.

Die beiden bisherigen Vorstände der Volksbank Heiligenstadt Dieter Lepies und Walter Dettenbach werden als Generalbevollmächtigte mit Prokura im Unternehmen bleiben, der jetzige Vorstand der Volksbank Mitte wird auch den neuen Vorstand bilden. Der künftige Aufsichtsrat besteht aus 22 Mitgliedern, drei von ihnen stammen aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank Heiligenstadt.

Fusionsbedingte Kündigen werden ausgeschlossen, eine Zielgröße für die künftige Volksbank Mitte habe man nicht vor Augen. Je nach Geschäftsentwicklung werde man aber unter Umständen die natürliche Fluktuation nutzen müssen, so Willuhn. Für die Mitarbeiter der Volksbank Heiligenstadt ist mit der Fusion eine gute Nachricht verbunden: Sie kehren wieder in den Tarifvertrag zurück, was höhere Gehälter bedeutet. „Spätestens bis 2020 soll es keinen Gehaltsunterschied mehr geben“, so Walter Dettenbach, Vorstand der Volksbank Heiligenstadt.

Die entscheidenden Abstimmungen der Vertreterversammlung der Volksbank Mitte beziehungsweise der Generalversammlung der Volksbank Heiligenstadt sind auf den 14. und 16. Juni 2017 terminiert. Nach dem Muster ein Genosse, eine Stimme entscheiden dann die Mitglieder darüber, ob es zur Fusion kommt. Dazu sind drei Viertel der Stimmen notwendig. Für den Kunden sichtbar - in Form neuer EC-Karten, einer neuer IBAN sowie den bestehenden digitalen Kundenservices der Volksbank Mitte - wird es dann voraussichtlich im Herbst 2018.

Nur die Frage, welches Blau und welches Muster die Krawatten der künftigen Volksbank Mitte haben werden - ob dunkelblau-silber (Volksbank Mitte) oder hellblau-weiß-dunkelgrau (Volksbank Heiligenstadt) gestreift -, ist noch offen. Das entscheide man basisdemokratisch mit der Belegschaft, so Willuhn.